Das InsurTech Clark und die Mobile Bank N26 lancieren gemeinsam einen digitalen Versicherungsservice.

Und nun folgt der dritte Streich: Der deutsche Versicherungs-Robo-Advisor Clark baut die Integration seines digitalen Versicherungsservice bei deutschen Banken aus. Nach den ersten Kooperationen mit der ING-DiBa und PSD Bank Hannover vermeldet Clark nun die Partnerschaft mit N26.

Deren Kunden erhalten eine komplett digitale Übersicht ihrer Versicherungen inklusive sämtlicher Details direkt in ihrer Bank-App. Auch das Melden von Versicherungsschäden soll mit wenigen Klicks möglich sein. In einer nächsten Ausbaustufe soll der volle Funktionsumfang des digitalen Versicherungsservice von Clark freigeschaltet werden: Dann bewertet der Versicherungs-Robo-Advisor sämtliche Tarife des Kunden und durchsucht mehr als 160 Versicherungsanbieter nach passenden Angeboten. Kunden können dann auf Basis der Empfehlungen des Clark Robo-Advisors ihre Versicherungen direkt in der App verbessern.

Clark hat für die Integration eine Allfinanz-Schnittstelle entwickelt, über die Banken und weitere Finanzdienstleistungs-unternehmen ihr Angebot um digitale Versicherungen erweitern können.

“Offline-Strukturen nach wie vor verbreitet”

„Die Digitalisierung im Versicherungsmarkt geht nur langsam voran. Kunden stehen noch immer Offline-Strukturen gegenüber und einer Menge Papier. Die Erweiterung unseres Angebots um N26 Insurance bietet daher enorme Möglichkeiten, diese Probleme zu lösen und Versicherungsservice durch digitale Innovation kundenfreundlicher zu gestalten,” sagt Maximilian Tayenthal, Gründer und CFO von N26.

Das virtuelle Bankhaus N26 ist nach eigenen Angaben bereits in 17 europäischen Ländern aktiv und hat 200 Mitarbeiter. Verschiedene Investoren haben insgesamt über 55 Millionen US-Dollar in das FinTech investiert.

N26 hatte zu Beginn auf eine Kooperation mit dem Anbieter Wirecard gesetzt, seit vergangenem Sommer ist das Unternehmen in Besitz einer eigenen Vollbanklizenz. Zeitgleich war das Unternehmen – damals noch unter dem Namen Number26 – in die Kritik geraten, weil es Kunden gekündigt hatte, die aus Unternehmenssicht zu häufig kostenlos Geld abgehoben hatten.