Ab Anfang Januar arbeitet das Münchner Start-up Aboalarm unter dem Dach von Verivox. Das Vergleichsportal hofft auf viele Synergien.

Verivox hat sich 100 Prozent der Unternehmensanteile am Münchner Start-up Aboalarm gesichert. Das Vergleichsportal für Strom-, Internet- und Handyverträge mit Sitz in Heidelberg erweitert damit sein Angebot um einen Online-Kündigungs-Dienst und will sich als Rundumservice für Verträge positionieren.

Auf weitere Synergien im TV-Segment hofft die ProSiebenSat.1 Gruppe, Mehrheitseigner von Verivox, wenn die Integration von Aboalarm Anfang kommenden Jahres startet. „Dieser Erwerb unterstreicht unser Ziel, das digitale Beteiligungsportfolio von ProSiebenSat.1 strategisch und wachstumsorientiert zu erweitern“, wird Claas van Delden, COO Ventures & Commerce bei ProSiebenSat.1, in einer Pressemitteilung zitiert. Verivox beschäftigt derzeit 400 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von 110 Millionen Euro.

Analyse-Software soll neue Märkte erschließen

Aboalarm hat sich auf die Kündigung von Verträgen spezialisiert – insbesondere für Internet, Handy und Versicherungen. Über die Internetseite stellt das Münchner Start-up Musterschreiben für verschiedene Vertragspartner zur Verfügung und bietet den Nutzern die Möglichkeit, die Kündigung direkt über die Seite zu versenden.

„Wir werden gemeinsam daran arbeiten, die Bekanntheit der Marke Aboalarm durch die Media Power von ProSiebenSat.1 zu steigern und mit Lösungen wie Finlytics neue Geschäftsfelder zu erschließen“, lässt sich Aboalarm-Geschäftsführer Bernd Storm van’s Gravesande zitieren. Hinter Finlytics verbirgt sich eine B2B-Software zur Analyse von Transaktionen, die beispielsweise mittels Algorithmen Vertragsinformationen bündelt. Aboalarm wurde 2008 gegründet, beschäftigt 33 Mitarbeiter und erzielt nach eigenen Angaben jährlich ein hohes zweistelliges Wachstum. Nach der Übernahme durch Verivox bleibt Bernd Storm van’s Gravesande Geschäftsführer, sein Mitgründer Stefan Neubig wird Berater.