Das Start-up schlüpft unter das Dach eines nordischen Konkurrenten. Das Berliner Büro soll dem jetzt auch den Weg auf den deutschen Markt ebnen.

Vom Nischen-Produkt zum Komplettpaket: Diesen Weg ist jetzt das Start-up Veodin gegangen. Das Unternehmen bietet eine Software an, mit der sich Powerpoint-Präsentationen verbessern lassen. Nun sind die Berliner vom dänischen Tech-Unternehmen Templayfy übernommen worden, welches Firmen dabei hilft, quer durch den Betrieb einheitliche Dokumente zu verwenden. Das deutsche Produkt soll nun in das Angebot integriert werden. Ein Kaufpreis für die Transaktion wurde nicht kommuniziert.

Alle zwölf Mitarbeiter inklusive der Gründer wechseln mit zum neuen Arbeitgeber. Dort treffen sie auf ein Team von aktuell 80 Kolleginnen und Kollegen, welches bis zum Jahresende auf über 100 Angestellte anwachsen soll. „Dank des Zusammenschlusses können wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können: die Steigerung der Produktivität von Beschäftigten in der Informationsverarbeitung auf der ganzen Welt“, sagt der ehemalige Veodin-Chef Jan Mechtel, der nun die Berliner Niederlassung leiten soll.

Berater im Blick

Von dort soll auch der deutsche Markt weiter bearbeitet werden. Beide Start-ups waren eigenständig schon gut im Beratungsmarkt vertreten – nach eigenen Angaben zählen sie die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bereits zu ihren Kunden. In diesem Bereich der „Professional Services“, zu denen auch Anwalts- oder Steuerberatungskanzleien gehören, will Templafy in Deutschland wachsen. Zudem stehen laut Firmenangaben große internationale Markenartikler im Fokus. Je größer die Firma und je bedeutender die Marke, desto wichtiger ist es vielen Firmen, unbedingt mit einheitlich gestalteten Dokumenten gegenüberzutreten.

Die bisherigen Investoren von Veodin, zu denen neben dem High-Tech Gründerfonds auch private Geldgeber aus der Gründerszene zählten, haben ihre Anteile nun an Templafy weitergegeben. Das dänische Unternemen, vor vier Jahren in Kopenhagen gegründet, konnte Anfang des Jahres eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von etwa 15 Millionen Euro abschließen.