Die neue Online-Plattform soll Gründern helfen, strategische Partner und Geldgeber zu finden. Geplant sind auch Netzwerkveranstaltungen zum persönlichen Austausch.

Die Stuttgarter Börse ist mit VentureZphere online gegangen. Die Internet-Plattform hat das Ziel, Start-ups mit Investoren und mittelständischen Unternehmen zusammenzubringen. „Damit möchten wir einen Beitrag zur Förderung und Weiterentwicklung der deutschen Start-up-Kultur leisten“, sagt Ulli Spankowski, Leiter von Stuttgart Financial. Die Förderorganisation der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse betreibt die nicht-gewinnorientierte Plattform. Die Nutzung ist kostenlos: Gründer können ein Profil ihres Unternehmens anlegen und darüber Pressemitteilungen und andere Neuigkeiten veröffentlichen.

Zu dem Portal gehört auch die VentureZphere Academy. Dort erhalten Start-ups Coachings und Webinare – etwa zu Themen wie Wirtschaftsprüfung, Vertragsgestaltung und PR-Strategien. Geplant sind zudem Veranstaltungen, bei denen sich Gründer und mögliche Partner persönlich miteinander vernetzen können. Dabei kann Stuttgart Financial auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifen: Bereits vor sechs Jahren wurde das Netzwerk VC-BW ins Leben gerufen, das sich der Förderung der baden-württembergischen Gründerszene verschrieben hat. Jährlich gibt es außerdem einen Venture Capital-Pitch, bei dem sich junge Unternehmen Investoren vorstellen.

Breite Ausrichtung

Die neue Plattform, die vom Wirtschaftsministerium des Landes unterstützt wird, ist indes regional nicht beschränkt. Sie steht allen Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen. „Mit VentureZphere schaffen wir ein transparentes Umfeld und stabile Netzwerke zwischen Start-ups, Investoren und Mittelständlern“, sagt Spankowski. „Hier besteht Handlungsbedarf: Denn wir beobachten derzeit eine Zersplitterung der Gründerszene nach Themen, Branchen, Regionen und Finanzierungsphasen.“ Aktuell sind 32 Unternehmen auf der Plattform vertreten.