Fabian Neuen und Atul Singh bauen ein englischsprachiges Online-Magazin auf, zu dem Experten aus allen Kontinenten beitragen. Kürzlich haben die Gründer ihr Geschäftsmodell im Infografik-Interview im Gründerraum vorgestellt. Etwas später bekamen sie die Zusage vom German Silicon Valley Accelerator, der ihnen den Sprung ins kalifornische Silicon Valley ermöglicht hat. Im Gründerraum berichtet Fabian Neuen von nun an in einer Serie von Gastbeiträgen, wie es ist, im Startup-Mekka ein Unternehmen aufzubauen.

Der German Silicon Valley Accelerator hat Fabian Neuen (links) und Atul Singh (Mitte) und ihr Unternehmen FairObserver ins Mekka der Internetstartups katapultiert. Foto: FairObserver

Auf einmal ging alles ganz schnell. Das Programm German Silicon Valley Accelerator, initiiert vom Bundeswirtschaftsministerium zur Förderung der Gründerkultur, bat die zehn vielversprechendsten Startups zum Pitchen. Und nun gehören wir offiziell zu der ersten Kohorte deutscher Gründer, die im Silicon Valley Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen kann.

Aber der Reihe nach. Wer sind wir denn überhaupt? Zusammen mit einem indischen Freund, Atul, habe ich Fair Observer aus der Taufe gehoben. Dahinter verbirgt sich eine Medienplattform, die für Analyse und Meinungsvielfalt stehen soll.

Wir sehen, dass die Welt globaler wird, aber zugleich beobachten wir auch eine zunehmende fachliche, nationale und ideologische Fragmentierung. Diese Einseitigkeit wird gegenwärtig in der Medienlandschaft nicht aufgehoben. Damit haben aufmerksame Leser keine Chance die verschiedenen Stimmen der Welt wahrzunehmen und sich fundiert ihre eigene Meinung zu bilden.

So weit, so gut. Der aufmerksame Leser versteht unmittelbar: Das Unterfangen könnte kaum größer sein – eine Herkulesaufgabe!

Nicht notwendig zu sagen, dass wir einiges anders machen müssen als bestehende Verlagshäuser (übrigens bewegen wir uns laut The Atlantic in der „fastest shrinking industry“ schlechthin). Nur dann können wir uns in diesem  hartumkämpften Markt positionieren und behaupten… Unter anderem übertragen wir konsequent das Crowdsourcing auf den hochqualitativen Journalismus und setzen auf Analyse, Kontext und Hintergrundsberichte statt News.

Nachdem wir aus München und Washington DC heraus gestartet sind, um von Anfang an den globalen Charakter der Unternehmung widerzuspiegeln, sind wir im Februar mit dem Kernteam nach Sunnyvale, Kalifornien gezogen.

Servus München, hi California: Von nun an sind Fabian Neuen und Athul Singh im “Plug and Play Tech Center” in Sunnyvale im Silicon Valley untegebracht – umgeben von Hunderten anderen Gründern und Investoren. Foto: FairObserver

Platziert im ruhmreichen Plug and Play-Inkubator und eingebettet in ein ambitioniertes deutsch-amerikanisches Mentorenprogramm haben wir nun in den folgenden Monaten die einmalige Chance, Gründerluft im legendären Silicon Valley zu schnuppern. Dass einiges anders sein wird, war klar. Was für Konsequenzen das für uns hat werden wir fortan regelmäßig an dieser Stelle teilen.Seien Sie gespannt! (und melden Sie sich bei Interesse gerne bei unserem Newsletter an 🙂

Fortsetzung folgt.