Das Geld soll in B2B-Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum fließen. Erste Investments aus dem neuen Fonds hat der Münchner Wagniskapitalgeber schon getätigt.

Frisches Kapital für Hightech-Start-ups: Der Frühphaseninvestor Unternehmer Venture Capital Partners (UVC Partners) hat für seinen zweiten Fonds über 82 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld werde in technologiebasierte B2B-Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum investiert, gab die Gesellschaft in der vergangenen Woche bekannt. Der Fokus liege dabei auf die Bereiche Industrietechnologie, Unternehmenssoftware und Mobilität.

Geldgeber für Fonds seien neben Unternehmern und Family Offices auch institutionelle Investoren wie der European Investment Fund (EIF) und die Förderbank KfW. Nach Angaben von UVC Partners hat das fünfköpfige Managementteam mehr Kapitalzusagen erhalten, als angenommen werden konnten.

In München sieht man das als Bestätigung für die „hervorragende Performance“ des ersten Fonds. Der hatte unter anderem in den Fernbusreisen-Anbieter Flixbus, in die Sensorik-Plattform Konux und Carjump investiert. Die Gesellschafter des Berliner Start-ups, das über eine App verschiedene Carsharing-Angebote bündelt, legten Anfang des vergangenen Jahres einen erfolgreichen Exit hin: Die Anteile wurden an den französischen Automobilhersteller PSA verkauft.

Beteiligungen bis zwölf Millionen Euro

Gründer können bei einem Investment von UVC Partners pro Finanzierungsrunde typischerweise mit Summen zwischen 0,5 bis drei Millionen Euro hoffen. Die maximale Gesamtsumme liegt bei zwölf Millionen Euro. Aus dem neuen Fonds wurden bereits fünf Start-ups aufgepäppelt– darunter sind die 3D-Druck-Plattform 3Yourmind, das 3D-Sensoren-Start-up Blickfeld und der auf E-Bikes spezialisierte Antriebssystemhersteller Fazua.

UVC Partners wirbt damit, eng das Gründungs- und Innovationszentrum UnternehmerTUM angebunden zu sein. Das sogenannte An-Institut der Technischen Universität München biete ein Ökosystem mit über hundert Industrie-Konzernen, Start-ups, Investoren, Stiftungspartner sowie einen Talentpool von über 40.000 Alumni. Man könne Portfolio-Unternehmen so gezielt Know-how zugänglich machen.