Der richtige Name entscheidet über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens – erst recht im digitalen Zeitalter. Das zeigt eine US-Studie.

„Namen sind Schall und Rauch“ , schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem berühmten Werk „Faust“. Der oft zitierte Satz hat allerdings spätestens seit dem Beginn des Internetzeitalters seine Berechtigung verloren. Digital, wie wir heute leben, spielt der Name eines Produkts oder eines neu gegründeten Unternehmens eine größere Rolle denn je. Mehr noch: Er gilt als einer der entscheidenden Faktoren für Erfolg oder Misserfolg eines Projekts – denn es geht vor allem darum, im Internet schnell und leicht auffindbar zu sein.

Mit der Frage nach dem idealen Namen haben sich nun auch Forscher der Wharton School of Business in Pennsylvania beschäftigt. Und in ihrer Studie “Empirical Evidence for Domain Name Performance” sind sie dem Geheimnis des perfekten Firmennamens ein ganzes Stück näher gekommen.

Fünf Tipps für die Namensfindung

In der Kürze liegt die Würze

Domains, deren Name (ohne die dazugehörige Endung wie .com oder .de) sieben oder weniger Zeichen aufweisen, haben ein höheres Besucheraufkommen. Die Anzahl der Besucher fällt um bis zu sieben Prozent, sobald der Name aus mehr als zehn Buchstaben besteht. Mit jedem Zeichen, das über der „magischen Sieben“ liegt, fällt die Anzahl der User wieder um zwei Prozent.

Her mit den Nummern

Sinnvoll hingegen ist der Einsatz von Zahlen. Wer sie in seine Domain einfügt, kann sich laut der Wharton-Studie über eine wachsende Menge an Besuchern freuen.

Weniger ist mehr

Bindestriche dagegen mögen die Internet-Nutzer überhaupt nicht. Glaubt man den Ergebnissen der Untersuchung, sinkt die Anzahl der Klicks, sobald solche in der Domain enthalten sind.

Achtung, Handydisplay

Immer mehr Menschen benutzen ein Smartphone. Die Anzahl der verkauften Exemplare soll in Zukunft auf 1,5 Billionen weltweit steigen. Die Miniaturausgabe des Bildschirms macht das ohnehin schon schwierige Auswählen eines passenden Namens zu einer noch größeren Herausforderung, denn er muss schnell und einfach zu lesen sein – und das auch auf einer kleinen Fläche. Was wiederum zu Punkt Eins führt – der optimalen Länge des Namens.

Vergiss mich nicht

Manchmal ist der Grat sehr schmal, denn laut Experten darf der gewählte Name ausgefallen sein, aber nicht so sehr, dass ihn sich der potentielle Kunde nicht merken kann. Schlecht sind kryptische Namen ohne jeden Aha-Effekt, die nicht auf den ersten Blick eine Verbindung zum Produkt offenbaren. Der Trend geht in Richtung Einfachheit und der Nutzung von Akronymen, also aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildete Namen. Berühmte Beispiele wären Edeka “Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler”, Rewe “Revisionsverband der Westkaufgenossenschaften” und Aldi “Albrecht-Discount”.