Das Software-Start-up meldet den ersten offiziellen Hochschulpartner und eine neue Finanzierungsrunde. In den kommenden Jahren soll die Zahl der angeschlossenen Unis rasant steigen.

Vom Studentenprojekt zur offiziellen Hochschul-App: Diesen Weg hat das Team des knapp vier Jahre alten Start-ups UniNow zurückgelegt. Tobias Steenweg und Stefan Wegener konzipierten während ihres Studiums an der Uni Magdeburg eine App, in der sich Noten, Stunden- und Mensapläne übersichtlich verwalten ließen. Jetzt konnte ihr Start-up UniNow mitteilen, dass die Uni Bayreuth das Programm zukünftig als offizielle App der Hochschule einsetzen wird.

Parallel dazu kann das Software-Start-up den Abschluss einer Finanzierungsrunde verkünden. Insgesamt eine Million Euro erhalten die Magdeburger von neuen und bestehenden Investoren. Mit dabei sind ab sofort das Schweizer Beratungsunternehmen OOTW, welches sich auch inhaltlich engagieren will, sowie der Münsteraner Medienverlag Aschendorff. Zudem erhöht der bisherige Investor, der Berliner Risikokapitalgeber bmp Ventures, seinen Einsatz. „Wir freuen uns sehr, OOTW und Aschendorff als Investoren für uns gewinnen zu können, die für uns insbesondere auch wegen ihren Erfahrungen und Netzwerken für uns wertvolle Gesellschafter sind“ sagt Mitgründer Tobias Steenweg.

Zertifikat für Datenschutz

Mit den neuen Investoren hat sich das Start-up ehrgeizige Ziele gesetzt: Aktuell ist die App nach eigenen Angaben bereits für Studierende an 215 Hochschulen verfügbar – diese Zahl soll sich innerhalb der nächsten zwei Jahre verfünffachen. Man wolle bis 2019 das Programm an mindestens 1000 Hochschulen in Deutschland und Europa verfügbar machen, teilt UniNow mit. Die Geldgeber glauben an das rasante Wachstum: „UniNow hat es in kürzester Zeit geschafft mit Hilfe ihrer hochskalierbaren Server-Infrastruktur und der auf die täglichen Bedürfnisse von Studenten fokussierten App Marktführer in der DACH-Region zu werden“, sagt Jan Alberti, zuständiger Partner bei bmp Ventures.

Ausgebaut werden soll auch die tatsächliche Kooperation mit Hochschulen wie jetzt in Bayreuth. In der Vergangenheit hatten manche deutsche Hochschulen, etwa die Uni Heidelberg, vor der Verwendung ihre Studierenden vor der Verwendung der App abgeraten, weil diese uneingeschränkt Einsicht auch in sensible Daten wie etwa Prüfungsergebnisse anbot. Nach eigenen Angaben konnte das Start-up die meisten Befürchtungen entschärfen, als zusätzliche Vertrauensmaßnahme ließ sich UniNow jetzt noch vom Tüv Süd hinsichtlich Datensicherheit und Softwarequalität zertifizieren. „Für uns war die Zertifizierung durch eine unabhängige Instanz sehr wichtig, nachdem zuvor vereinzelt Hochschulen vor unserer App gewarnt hatten“ sagt Mitgründer Stefan Wegener.