Ein weiterer Bundesligastar entdeckt die Start-up-Szene: Yann Sommer beteiligt sich am Umzugsunternehmen Movu.

Mönchengladbachs Keeper Yann Sommer geht unter die Start-up-Investoren: Er hat sich an der Umzugsplattform Movu beteiligt. „Mich fasziniert das Unternehmertum“, sagt der Schweizer Nationaltorhüter. „Ich sehe viele Parallelen zu meiner Karriere als Profisportler und könnte mir vorstellen, später auch abseits vom Fussballplatz Risiken einzugehen, um Neues aufzubauen.“ Neben Sommer beteiligten sich Ringier Digital Ventures, b-to-v, Go Beyond und weitere Investoren an der Finanzierung in siebenstelliger Höhe.

Mit dem Geld will Movu sein Geschäft in der Schweiz ausbauen. Das Unternehmen wurde im Mai 2014 gegründet, Kunden können auf der Plattform eine Anfrage stellen und erhalten im Anschluss fünf Angebote von ausgewählten Partnerunternehmen. Movu erhält eine Provision im zweistelligen Prozentbereich. Das Unternehmen hat bisher nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Umzüge vermittelt.

Konkurrent Movinga ist abgestürzt

An solchen Modellen versuchen sich auch hierzulande verschiedene Start-ups. Vor allem Movinga ist damit im vergangenen Jahr rasant gewachsen und expandierte in verschiedene Länder, doch dann erfolgte der Absturz: Fast 150 Mitarbeiter wurden entlassen, auch die Gründer mussten gehen.

Im Gegensatz zu Movinga versuchen die Schweizer offenbar, das Geschäft Schritt für Schritt aufzubauen. Movu konzentriert sich dabei zunächst auf den Heimatmarkt, der durch das hohe Einkommensniveau auch besonders lukrativ ist. „Die Schweizer beauftragen tendenziell eher eine Firma für den Umzug als Bürger anderer Länder“, sagt Laurent Decrue, Gründer und Geschäftsführer von Movu.

Sommer ist nicht der einzige aktive oder ehemalige Fußballprofi, der Start-ups für sich entdeckt hat: Philipp Lahm hat sich an Fanmiles beteiligt, Jens Lehmann unter anderem an Combionic und auch Robert Lewandowski, Gerald Asamoah oder Fredi Bobic stecken ihr Geld in junge Gründer.