Freiheiten und flexible Hierarchien: Die Gründerwelt ist für junge Menschen attraktiv, zeigt eine Umfrage. Der Standort Deutschland kann dabei mithalten.

Ein Start-up als erster oder nächster möglicher Arbeitgeber? Das kann sich eine Mehrheit junger Menschen in Deutschland vorstellen, wie eine aktuelle Umfrage der Venture-Capital-Gesellschaft e.ventures zeigt. 73 Prozent der Befragten stimmten der Aussage voll oder eher zu, dass sie gerne für ein Start-up arbeiten würden, weil sie dort im Vergleich zu traditionellen Arbeitgebern besondere Freiheiten genießen könnten.

Noch jeweils knapp zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, dass sie die flachen Hierarchien und die kreative Arbeitsatmosphäre in Start-ups den Festanstellungen in etablierten Konzernen vorziehen würden. „Kleinere, flachere Unternehmensstrukturen machen gerade die jüngeren Menschen offenbar eher glücklich“, sagt Arnulf Keese, General Partner bei e.ventures.

Für die Umfrage hatte die VC-Firma in den ersten beiden Monaten des Jahres 1000 Bundesbürger im Altern von 18 bis 34 Jahren online befragen lassen. Beim Start-up-Leben sehen die Teilnehmer keinen Nachteil des deutschen Standorts im internationalen Vergleich. 77 Prozent gaben an, dass Berlin oder Hamburg für Gründer genauso attraktiv sei wie London oder San Francisco.

Keese sieht eine attraktive Mischung aus qualifizierten Arbeitskräften und überschaubaren Lebenshaltungs- und Personalkosten, insbesondere in der deutschen Hauptstadt. „Diese weichen und harten Faktoren bieten einen vielversprechenden Nährboden für die deutsche Start-up-Szene“, so Keese, „Berlin hat damit die besten Voraussetzungen, sich zur führenden Gründermetropole Europas zu entwickeln.“