Der digitale Fachhändler für Handwerks- und Industriebedarf Contorion wird Teil der Hoffmann Group. Zur Kaufsumme wurde nichts bekannt. 

Contorion, der digitale Fachhändler für Handwerks- und Industriebedarf, wird von der Hoffmann Group übernommen. Der Mittelständler stellt seit 1919 von München aus Werkzeuge und Betriebseinrichtungen her und bietet darüber hinaus gehörigen Beratungs- und Dienstleistungen an.

Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten. Stillschweigen vereinbart. Die Kartellbehörden müssen dem Vorgang noch zustimmen.

Für die Hoffmann SE sei der Kauf eine strategische Entscheidung zum Ausbau ihrer Digitalkompetenz, sagt Dr. Robert Blackburn, Vorsitzender des Vorstands und CEO der Hoffmann SE. „Gemeinsam werden wir unsere weltweiten Kunden zukünftig über alle Kanäle hinweg noch besser, schneller und umfassender bedienen und beraten können. Wir heißen die Mitarbeiter von Contorion mit ihrer positiven, dynamischen Start-up-Kultur in der Hoffmann-Familie herzlich willkommen.“

Mittelstand investiert in Start-ups

Neben dem Berliner Frühphaseninvestor Project A zählen zu den bisherigen Investoren Klöckner & Co, einer der weltweit führenden Stahl- und Metalldistributoren sowie Wachstumsphaseninvestor Endeit Capital. Für Lead-Investor Project A ist die Übernahme der sechste Exit des ersten Fonds und eine der größten Erfolgsgeschichten. Project A hat das Contorion-Team von Beginn an sowohl finanziell als auch mit operativem Know-How unterstützt. Der im September letzten Jahres eingestiegene Investmentfonds Endeit Capital macht mit Contorion seinen ersten Exit des zweiten Fonds. “Wir freuen uns sehr, dass der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft beginnt, Investments in Start-ups als Chance zu begreifen” sagt Thies Sander, Partner bei Project A.

Umsatz von 20 Millionen Euro

Contorion wird als eigenständige Unternehmensmarke im Verbund der Hoffmann Group mit bestehendem Team am Standort Berlin weitergeführt werden. Seit der Gründung in 2014 durch Dr. Frederick Roehder, Dr. Richard Schwenke und Tobias Tschötsch hat sich das Unternehmen sehr dynamisch entwickelt: Contorion beschäftigt inzwischen 130 Mitarbeiter und erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro.

„Im Verbund mit Hoffmann können wir unsere Stärken noch besser ausspielen“, sagte Dr. Frederick Roehder, Gründer und Geschäftsführer von Contorion. „Wir werden unsere jeweiligen Kompetenzen zusammenführen, weiter ausbauen und die sich bietenden Marktpotenziale effizient erschließen. Die Zeichen stehen auf Wachstum.“