Das österreichische Portal sammelt rund eine Million Euro ein. Mit dabei sind jetzt auch deutsche Investoren, die in der Branche bereits erfolgreich waren.

Ein neuer Buchstabe für eine neue Zukunft: Das 2016 gegründete Gruppenreise-Portal Tripbakery firmiert ab sofort unter dem Namen Tripmakery. Man habe sich nach Gesprächen mit Investoren dazu entschieden, den Markenauftritt zu ändern, sagte Mitgründer Robert Sasse. Die beteiligen sich dafür jetzt mit rund einer Million Euro an dem Start-up.

Zu den Geldgebern zählen unter anderem die Risikokapitalgeber Pioneers Ventures, Speedinvest und Push Ventures. Daneben sind aber auch die Gründer der deutschen Hotelbuchungsplattform „hotel.de“ als Investoren eingestiegen. In mehreren Schritten hatten die ihr Unternehmen bis 2013 an den damaligen Konkurrenten HRS verkauft. Im Fokus stehe nach dem Investment nun ein breiterer Auftritt im gesamten deutschsprachigen Raum, heißt es von Seiten des Start-ups.

Forscher Auftritt im Fernsehen

Das frisch umgetaufte Tripmakery funktioniert ähnlich wie die Hotelbuchungsplattformen, hat sich aber auf Angebote für größere Gruppen spezialisiert – und hat dafür eine kleinteiligere Abfrage aufgebaut, die unter anderem auch die Art der Reisegruppe berücksichtig. Mehr als 10.000 solcher Gruppen habe man seit der Gründung bereits bei der Suche nach Hotels oder anderen Unterkünften helfen können, teilt das Start-up mit.

Geld verdient Tripmakery über Provisionen von den Hotels. Das Start-up waren kürzlich noch im österreichischen Fernsehen in einer Gründershow zu sehen, ähnlich der deutschen Sendung „Die Höhle der Löwen“. Dort hatten sie erfolglos nach Investoren gesucht (hier ist der Pitch im Video). In der Sendung sprachen die Gründer von 55.000 Euro Umsatz, den sie zum Zeitpunkt der Aufzeichnung realisiert hätten – riefen jedoch eine Firmenbewertung von 10 Millionen Euro auf.

An das große Geld im Tourismus-Geschäft glauben jedoch auch zahlreiche andere Start-ups. Für Aufsehen sorgte etwa das Portal Getyourguide, das im vergangenen Jahr stolze 75 Millionen Dollar von Investoren einsammeln konnte. Andere deutsche Start-ups (darunter auch AirBnB-Dienstleister Airgreets) hatten sich 2017 zu einer Fachgruppe im Bundesverband Deutsche Start-ups zusammengeschlossen, um ihre Interessen gemeinsam besser vertreten zu können.