Vergleichsportale für Flüge oder Handys gibt es schon. TradeMachines bietet den Service für Maschinen aus zweiter Hand – und ist international gefragt.

Eigentlich gibt es kaum etwas, das Google nicht findet. Doch Heico Koch hat eine Marktlücke entdeckt. „Suchen Sie dort mal einen gebrauchten Gabelstapler“, sagt er, „gute Treffer sind eher Zufall.“ Daher hat der 44-Jährige in Berlin eine Alternative gegründet: TradeMachines, eine Suchmaschine für gebrauchte Maschinen. Von Baggern über Kräne bis hin zur Betonstahl-Biegern listet die Seite im Schnitt 120 000 Artikel, mit einem Wert von rund 360 Millionen Euro. Etwa 40 Prozent werden bei Onlineauktionen versteigert. TradeMachines selbst verkauft nichts, sondern vermittelt die Kunden. Die Berliner lassen sich dabei pro weitergeleiteten Nutzer bezahlen, derzeit mit etwa 30 Cent. Das summiert sich: Dieses Jahr erwartet das Start-up Umsätze von 680 000 Euro, 2016 sollen es 1,5 Millionen werden – auch durch neue Portale auf Französisch, Italienisch oder Russisch. Der TradeMachines-Chef ist mit seinem Angebot auch jetzt schon international erfolgreich: 60 Prozent der Nutzer kommen aus dem Ausland. „Mehr als die Hälfte der Geräte wird von einem Land ins andere verkauft“, sagt Koch. Als Investoren gewann er bekannte Internetunternehmer, etwa Wolfgang Heigl, Gründer des Flugpreisportals Swoodoo. Derzeit sammelt TradeMachines auf der Crowdfunding-Plattform Companisto weiteres Kapital, bislang kamen mehr als 300 000 Euro zusammen.

Team: Heico Koch, Wieland Knodel

Gründung: 2013

Sitz: Berlin

Mitarbeiter: 27

Handelsvolumen: seit Start Ware im Wert von drei Milliarden Euro

Finanzierung: drei Millionen von Business Angels, derzeit läuft eine Crowdfunding-Aktion