Die Höhle der Löwen sorgte für einen Ansturm auf das Sporthandtuch Towell. Noch heute sind nicht alle Anfragen beantwortet.

Lennart Rieper, Florian Goecke und Paul Dudda wollten mit ihrer Idee „die Revolution“ im Fitnessstudio – mit einem Handtuch. Die drei Gründer entwarfen ein Sporthandtuch, das dank eines Magneten auf den Geräten nicht verrutscht und in dem man Handy, Schlüssel und andere Kleinigkeiten verstauen kann.
In der Höhle der Löwen legten sie einen nahezu perfekten Pitch hin, wie beispielsweise Frank Thelen attestierte. Er wollte ebenso wie Jochen Schweizer und Ralf Dümmel investieren, hatte dann aber das Nachsehen. Die Gründer entschieden sich für das Duo Schweizer und Dümmel, die ihnen zusagten, auch weitere Produkte zu finanzieren. Trotzdem gab es 250.000 Euro für 20 Prozent des Unternehmens.
 
Nach der Ausstrahlung der Sendung „Die Höhle der Löwen stiegen die Verkaufszahlen auf 380.000 Towells innerhalb weniger Wochen. Die Gründer wurden von Anfragen überrannt – und antworten noch heute auf Mails.
Nicht alle waren positiv: Gerade beim Internethändler Amazon sind die Rezensionen vor allem negativ. Die Kunden kritisieren unter anderem die schlechte Verarbeitung des Handtuches. Positive Bewertungen gab es beim Online-Shop von Otto.
„Bei den 380.000 verkauften Towell+ lag die Retourenquote unter einem Prozent“, sagt Gründer Paul Dudda. Trotzdem hat das Start-up reagiert: Die Versandverfahren wurden verbessert und umgestellt, auch an der Qualität soll weiter gearbeitet werden.
Die Handtücher sind mittlerweile auch bei Karstadt und Intersport zu haben, die Gründer haben inzwischen 7,2 Millionen Euro umgesetzt. Ein Handtuch kostet zwischen 20 und 40 Euro. Im kommenden Jahr sollen schon 600.000 Handtücher verkauft werden. „Die Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel ist sehr intensiv und konstruktiv“, sagt Dudda.