Das dänische Food-Start-up ´ Too Good To Go´ kämpft mit seiner App gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Nun auch von Düsseldorf aus.

Einer Berechnung des WWF nach landen in Deutschland jedes Jahr rund 18,4 Millionen Tonnen an Nahrung im Müll – besonders häufig Obst und Gemüse, Backwaren und Reste bereits zubereiteter Speisen. Das bestätigt auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Aufklärungs-Webseite „Zu gut für die Tonne“. Jedes achte Lebensmittel, das eingekauft wurde, heißt es dort, lande im Müll, pro Person gingen so jährlich rund 235 Euro verloren.

Erschreckende Zahlen, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein großer Teil dieser Lebensmittel eigentlich noch genießbar sind.

Per App das Wunschessen reservieren

Gegen diese Verschwendung kämpft das dänische Food-Start-up Too Good To Go. Vergangenes Jahr entwickelten die Gründer rund um den 24-jährigen Thomas Momsen eine App mit deren Hilfe Lebensmittel, die eigentlich in der Mülltonne landen würden, noch Verwendung finden: Restaurants, Geschäfte und Cafés können übrig gebliebenes Essen zu einem geringen Preis – ab zwei Euro pro Portion – anbieten. Die Käufer finden über die App Anbieter in ihrer Nähe, können ihr Wunschessen bestellen, bezahlen und dann kurz vor Ladenschluss abholen. Für jede verkaufte Speise bekommt Too Good To Go einen Euro, unabhängig davon, zu welchem Preis sie angeboten werde.

Nach Norwegen, England, Frankreich und der Schweiz expandiert Too Good To Go nun auch nach Deutschland, in Düsseldorf haben die Gründer ihre Zentrale eingerichtet. Deutschland-Manager wird Peter Wiedeking, ehemaliger Gründer des inzwischen eingestellten gastronomischen Start-ups „Abendtüte“, einem Lieferservice für frische Zutaten.