Auch Gründer wollen sich irgendwann mit einer Gehaltserhöhung belohnen: Welche Kniffe Sie unbedingt beachten sollten.

Von Laura Waßermann

Es gibt eine Nachricht, die jedem Arbeitnehmer gute Laune bereiten dürfte: eine Gehaltserhöhung. Nicht nur, weil man endlich den lang ersehnten Urlaub machen oder sich ein neues Sofa oder ein neues Auto kaufen kann – abhängig davon, wie hoch die Gehaltserhöhung ausfällt. Es ist auch ein Signal, dass man für seine gute Arbeit belohnt wird.

Anreize wie eine Gehaltserhöhung sind wichtig für die Motivation seiner Mitarbeiter, die phasenweise immer mal wieder nachlassen kann. Doch wie ist es, wenn man sein eigener Mitarbeiter, sein eigener Arbeitnehmer ist? Als Gründer spielt man schließlich zwei Rollen: die des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter und sich selbst und die des Arbeitnehmers. Man zahlt sich selbst Gehalt aus und rechnet Urlaubstage zusammen – jonglierend zwischen den Gedanken:

„Was ist das Beste für das Unternehmen?

„Was ist das Beste für meine Mitarbeiter?

„Was ist das Beste für meine Familie und mich?

Diesen Spagat muss ein Gründer auch beim Thema der ersten Gehaltserhöhung, die er sich ermöglichen will, beachten. Vor allem, weil jede zusätzliche Zahlung die Liquidität des Unternehmens in ein Ungleichgewicht bringt. „Gerade bei jungen Gründern kann jeder Euro im Unternehmen von Bedeutung sein, um das Überleben zu sichern“, sagt Felix Thönnessen, Unternehmensberater aus Düsseldorf. In erster Linie sollte ein guter Gründer sein Gehalt und eine etwaige Erhöhung objektiv verhandeln, meint er.

Die meisten Jungunternehmer legen gerade anfangs Wert darauf, dass ihr Start-up wächst, Kunden oder Werbekunden generiert, seine Nutzerzahlen steigert oder in der jeweiligen Branche eine marktführende Position einnimmt. Trotzdem ist der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung verständlich – vor allem, wenn man das Gefühl hat, man wolle sich belohnen.