Rocket Internet ist weiter auf Einkaufstour: Die Start-up-Schmiede beteiligt sich nun auch an der Connected Home-Plattform Tink, die am Freitag in Deutschland startet.

Erst am Mittwoch wurde die Beteiligung von Rocket Internet am Hamburger Start-up Stylelounge verkündet. Das Preisvergleichsportal für Mode und Lifestyle-Produkte hat in seiner neuesten Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag eingesammelt. Zu den Kapitalgebern gehören unter anderem Rocket Internet, TA Ventures, Astutia Ventures, Axivate Capital sowie Business Angels aus dem erweiterten Umfeld des Hamburger Start-ups.

Nun folgt die Beteiligung an der Connected Home-Plattform Tink. “Wir haben vom ersten Tag an direkte und sehr konstruktive Unterstützung von von Oliver und Marc Samwer bekommen”, sagt Tink-Mitbegründer Marius Lissautzki. Er hat das Unternehmen gemeinsam mit Julian Hueck 2016 gegründet. Wie auch die Samwer-Brüder hat Lissautzki an der Gründer-Schmiede WHU in Vallendar studiert. Das Start-up haben die beiden Gründer in den vergangenen Monaten in Berlin entwickelt. Herausgekommen ist mit Tink eine Vergleichs- und Vertriebesplattform für Smart-Home-Produkte, die am Freitag mit einer großen TV-Kampagne an den Start geht. Das Unternehmen hat bereits 20 Mitarbeiter und neben Rocket Internet beteiligte sich bereits die ProSiebenSat1 Mediengruppe. Sonons, Canary und Withings gehören zu den Produktpartnern.

Früher habe eine Alarmanlage mehrere tausend Euro gekostet, heute könne es ein smartes Sicherheitssystem schon für 149 Euro geben, zeigen sich die Gründer überzeugt und starten mit hohen Zielen. “Wir wollen das führende Vergleichs- und Bestellportal im Bereich Connected Home werden”, sagt Lissautzki. “Es gibt in diesem Markt gute, einfache Produkte mit echtem Massenmarktpotential – nur ist dies noch nicht bei der Mehrheit der Endkonsumenten angekommen.” Tink möchte sich deshalb auf Produkte fokussieren, die einfach zu bedienen und für jedermann bezahlbar sind. Dazu zählen etwa Überwachungskameras, die per WLan funktionieren und Bluetooth-Lautsprecher. Konkurrenz gibt es auf dem Markt bislang kaum.