Das Berliner Unternehmen Testcloud erhält fünf Millionen US-Dollar. Mit dem Geld expandiert das Start-up in die USA – unter neuem Namen.

Für Testcloud scheint sich die Teilnahme am German Accelerator im vergangenen Jahr gelohnt zu haben. 2014 hatte sich das Start-up für das staatlich finanzierte Förderprogramm qualifizieren können und war mehrere Monate in die USA gegangen. Nun verkündet das 2011 gegründete Unternehmen gleich drei Neuigkeiten: Die Berliner haben sich nicht nur fünf Millionen Dollar von dem US-Investor Turn/River Capital gesichert, sondern wollen auch nach San Francisco expandieren. Zudem ändert Testcloud seinen Namen in Test IO.

Den Sprung in die Vereinigten Staaten erklärt das Start-up in einer Mitteilung damit, dass es seine Anteile im „milliardenschweren Markt für Software- und App-Entwicklung“ weiter ausbauen wolle.

Auf Fehler testen mit Hilfe der Crowd

Testcloud, nun offiziell Test IO, arbeitet – anders als der ursprüngliche Name vermuten lässt – weniger mit der klassischen Cloud, sondern mit der Crowd. Das Berliner Start-up hat eine Plattform entwickelt, auf der Softwaretester mobile Apps und Webseiten auf Fehler und Störungen überprüfen. Auch die Aufmachung oder die Nutzerfreundlichkeit testen die Experten. Der Fokus auf das Smartphone-Angebot wird dabei immer wichtiger: Nach Angaben von Test IO werden in 70 Prozent aller Fälle mobile Apps überprüft.

Das Geschäftsmodell ist simpel: Die Kunden zahlen für die kontinuierlichen Software-Tests. Die Preise fangen bei monatlich 1350 Euro an. Test IO zählt nach eigenen Angaben 500 Start-ups, Entwickler und Unternehmen zu seinen Kunden, darunter Konzerne wie Volkswagen, Red Bull oder Jack Wolfskin. Getestet haben die Angebote inzwischen mehr als 20.000 Menschen.

Test IO hat das Geschäft des Software- und Webseiten-Testens mit Hilfe der Crowd nicht alleine für sich entdeckt. Mit Testbirds, Rapidusertests oder auch Testtailor haben sich mehrere Unternehmen in Deutschland auf diesen Bereich spezialisiert.