Das Start-up erhält eine siebenstellige Finanzierung. Mit präzisen Karten will Terraloupe neue Anwendungen ermöglichen – unter anderem autonomes Fahren.

Neues Geld für neuartige Karten: Mit selbstlernender Software arbeitet das Münchener Start-up Terraloupe daran, aus Luftbildern hochpräzises Kartenmaterial zu erstellen – das in Zukunft etwa als Basis für autonom fahrende Fahrzeuge dienen könnte. Jetzt hat das 2015 gegründete Unternehmen eine Finanzierungsrunde in einstelliger Millionenhöhe abgeschlossen, wie WiWo Gründer vorab erfuhr. Das Geld soll sowohl in das Produkt, als auch in den nationalen und internationalen Vertrieb gesteckt werden.

„Das Team hat mit der aktuellen Finanzierungsrunde einen Meilenstein geschafft und kann sich weiter auf sein Wachstum konzentrieren“, sagt Carsten Rudolph, Geschäftsführer von Baystart-up, über dessen Netzwerk die aktuelle Finanzierung zustande kam. Das Geld kommt von einer Gruppe privater Investoren sowie von der Beteiligungsgesellschaft Bayern Kapital.

Die Gründer Manuela Rasthofer, Christian Schaub und Sebastian Gerke setzen auf das sogenannte Deep Learning und neuronale Netze – zwei Schlüsselbegriffe der Künstlichen Intelligenz. Mit der Hilfe dieser Technologien will Terraloupe aus gewöhnlichen Luftbildern die digitalen Informationen von Objekten herausarbeiten. Die Software soll zum Beispiel Ampeln von Straßenschildern unterscheiden können und bis auf wenige Zentimeter exakt arbeiten. „Eine genaue Kenntnis von Infrastrukturen ist nicht nur für Automobilhersteller, sondern auch für andere Branchen wie Energie und Versicherungen interessant“, sagt Mitgründerin und Geschäftsführerin Rasthofer. Nach eigenen Angaben arbeitet Terraloupe bereits für Dax-Konzerne aus allen drei Branchen.