Viele Aspekte sind für Gründer in Teilzeit nicht geregelt: Es gibt etwa keine Begrenzung der Arbeitszeit sowie Höhe des Verdienstes. Was zu beachten ist.

Gerade am Anfang ist es nicht leicht, mit einem Start-up Geld zu verdienen. Deshalb behalten einige Gründer – zumindest am Anfang – noch ihren “festen” Job. Laut KfW Gründungsmonitor 2014 gibt es in Deutschland rund eine halbe Million Nebengründer. Für sie gibt es allerdings einige Dinge zu beachten – und das fängt schon mit der Auswahl der Rechtsform an.

Für eine Kapitalgesellschaft ist immer ein Mindestkapital erforderlich, die Höhe kann je nach Form allerdings variieren. Dazu zählen etwa GmbH, UG oder auch AG. Die Haftung ist auf das Betriebsvermögen beschränkt, das Privatvermögen bleibt also beim Scheitern unangetastet. Pflicht ist es, die Jahresabschlüsse im elektronischen Unternehmensregister zu veröffentlich, so dass sie von jedermann eingesehen werden kann.

Wenn die Gründung ohne Mindeststartkapital, aber mit mindestens zwei Personen erfolgen soll, dann ist die Rechtsform der Personengesellschaft wohl das richtige. Dazu zählen etwa die GbR, die OHG, die KG oder die GmbH & Co. KG. Der Nachteil: Jeder haftet auch mit seinem Privatvermögen. Dafür sind sie leichter zu gründen, denn es braucht weder einen notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag noch einen Haftungsfonds. Eine Personengesellschaft kann später in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt werden, andersherum ist es deutlich schwieriger.

Bis zu einem Verdienst von 450 Euro benötigen nebenberufliche Gründer keine zweite Steuerkarte, erst bei höheren Summen müssen sie das Finanzamt informieren. Die Einkünfte aus beiden Tätigkeiten werden gemeinsam versteuert.

Für Nebenerwerbsgründer gibt es bei der Arbeitszeit keine rechtlichen Einschränkungen, allerdings dürfen sich die Tätigkeiten nicht zeitlich überschneiden. Zudem muss der Gründer, sofern im Arbeitsvertrag festgehalten, seinen Arbeitgeber über das Teilzeitunternehmertum informieren.

Grundsätzlich läuft die Krankenversicherung auch bei einem Teilzeitgründer über den Arbeitgeber weiter. Allerdings kann die Krankenversicherung entscheiden, ob das Teilzeitunternehmertum als Haupt- oder nebenberufliche Tätigkeit einzustufen ist. Entscheidet die Versicherung, dass die Nebenerwerbsgründung hauptberuflich ausgeführt wird, muss der Gründer den Satz für Selbstständige zahlen.