München und Berlin punkten in einer aktuellen Studie als beste deutsche Tech-Hubs. Dahinter glänzen einige andere Uni-Städte mit großem Potenzial – besonders auch für Start-ups.

Das Produkt vieler Start-ups soll global überzeugen – doch der lokale Standort kann einen entscheidenden Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Das belegt eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft Deloitte, die den aktuellen Status und das Potenzial deutscher Tech-Hubs untersucht hat (hier geht es zum PDF). Für Regionen gilt demnach das gleiche wie für Konzerne und junge Digitalunternehmen: „Städte und Standorte konkurrieren in der digitalen Ökonomie vor allem um Talente“, analysieren die Studienautoren.

In der Rangliste sichern sich die Tech-Metropolen München und Berlin die ersten beiden Plätzen. Während die bayerische Landeshauptstadt vor allem über die schiere Zahl der Beschäftigten in der Informations- und Telekommunikationsbranche (IKT) punktet, überzeugt die Bundeshauptstadt durch eine hohe Anzahl von Studenten in entsprechenden Berufen und einer hohen Dynamik der Beschäftigung. In umgekehrter Reihenfolge – Berlin vor München – floss in diesen beiden deutschen Städten zuletzt auch das meiste Risikokapital an Start-ups.

Beste Aussichten für kleinere Uni-Standorte

Doch auch abseits der ganz großen Städte entdecken die Studienautoren Standorte mit hohem Potenzial für Tech-Firmen. Häufig sind meist forschungsstarke Universitäten der Treiber für die gute Platzierung im Ranking. Häufig, so die Studie, könnte sich die hohe Spezialisierung im IKT-Sektor oder die hohen Beschäftigungszahlen in technischen Berufen auch in Start-up-Aktivitäten niederschlagen.

Bereits auf Platz drei landet in der Deloitte-Tabelle daher Darmstadt. Hier sorgt eine Technische Universität für reichlich Gründungsnachwuchs mit Technik-Erfahrung, darüber hinaus haben sich auch einige forschungsstarke Unternehmen angesiedelt – die ebenfalls zunehmend auf Start-ups setzen. Platz sechs geht in der Studie an Erlangen, wo unter anderem an einem Medizintechnik-Ökosystem gearbeitet wird. Karlsruhe und Aachen auf den Plätzen neun und zehn stehen ebenfalls für forschungsstarke Hochschulen mit einem breiten Industrienetzwerk im Bereich Technik – in deren Umfeld in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Start-ups wie Otego oder GridX entstanden sind.