Zweifel der Anleger am wirtschaftlichen Erfolg wichtiger Beteiligungen haben Rocket Internet erneut zugesetzt. Und Paymill wird in die Insolvenz geschickt.

Es sieht nicht gut aus für Rocket Internet: Die Aktien des Startup-Finanzierers fielen um bis zu 7,9 Prozent auf 21,19 Euro, nachdem sie am Vortag bereist um knapp 15 Prozent eingebrochen waren. Ein Börsianer verwies auf einen negativen Kommentar der Bank of America Merrill Lynch. Das Institut hatte Rocket mit an die Börse gebracht. Wegen des schwächelnden Wachstums der Beteiligungen und auflaufender Verluste stuften die Experten der US-Bank Rocket-Titel auf “Underperform” herunter. Ihr Kursziel liege bei 19 Euro.

Am Mittwoch hatte Rocket die Bewertung seiner in der Global Fashion Group (GFG) gebündelten Modefirmen um zwei Drittel auf nur noch eine Milliarden Euro eingedampft. Gleichzeitig schossen Rocket und der schwedische Co-Investor Kinnevik zusammen nochmals 300 Millionen Euro nach. Dessen Papiere weiteten ihre Vortagesverluste ebenfalls aus und fielen in Stockholm um bis zu 1,9 Prozent.

Der Bezahldienst Paymill wird vorrübergehend in die Insolvenz geschickt: Bereits gestern hat das Fintech-Start-up aus München das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Das Start-up ging bereits 2012 an den Start. Rocket Internet, Blumberg Capital, Holtzbrinck Ventures und Sunstone Capital investierten in den vergangenen Jahren rund 18 Millionen Euro in Paymill. Rocket Internet soll mit knapp 49 Prozent am Unternehmen beteiligt sein.