Start-ups unter rot-weißen Bannern: Auf der Cebit in Hannover präsentieren sich auch Start-ups aus der Schweiz, dem Partnerland der diesjährigen Messe.

Mehr Konkurrenz, gerade auch aus Deutschland, belebt aber das Geschäft, ist die Initiative „Swiss Innovation Outpost“ überzeugt. Hiesige Start-ups sollen virtuell und bei Veranstaltungen auf die Möglichkeiten und Besonderheiten des Schweizer Marktes aufmerksam gemacht werden. Dahinter stehen etablierte Partner wie die Schweizer Bundesbahn, die Schweizer Post oder große Handels- und Finanzunternehmen. Mitinitiator Dominik Wensauer spricht im Interview darüber, warum sich der Sprung in die Schweiz auszahlen kann.

WirtschaftsWoche Gründer: Sie werben um deutsche Start-ups für Schweizer Unternehmen – fehlt es Ihnen an einheimischen Alternativen?

Dominik Wensauer: Wir ersetzen nicht das eine mit dem anderen, wir ergänzen es vielmehr. In der Schweiz gibt es zahlreiche gute Start-ups – in Deutschland aber eben auch. Wir versuchen, mit unserer Initiative die Brücke nach Berlin zu schlagen.

Ist das denn notwendig?

Mit der Website und den Veranstaltungen wollen unsere Partner sich stärker am Markt präsentieren. Vielleicht sehen so ja einige jungen Unternehmen eine Einstiegsmöglichkeit. Wenn man weiß, mit wem man sprechen kann, erleichtert das den Start auf jeden Fall. Wir bringen die Schweiz auf den Radar der Gründer.

Dabei liegt die Schweiz doch eigentlich im Wortsinne nahe – wieso sollten Start-ups da eine Partnerschaft mit einem der etablierten Unternehmen suchen, die sich im „Outpost“ präsentieren?

Eine Hürde ist sicher, dass man gar nicht von allen Hürden weiß. Viele gesetzliche Bedingungen ähneln sich, andere unterscheiden sich wiederum. Auch braucht man ein gewisses Fingerspitzengefühl für den Markt. Hier wird viel Wert auf Zusammenarbeit auch über Unternehmensgrenzen gelegt. Bei beidem hilft es, einen Partner an der Seite zu haben.