Mit Elementen eines sozialen Netzwerks will Swipestox den Börsenhandel verändern. Jetzt steckt ein Investor aus China 12,5 Millionen Euro in das Start-up.

Hamburg/Shanghai: Mit dieser ungewöhnlichen Ortsmarke vermeldet das deutsche Fintec The Naga Group die Finanzierung durch einen Investor. Die chinesische Fosun Group steckt 12,5 Millionen Euro in das Start-up, das hierzulande vor allem durch das Börsenhändler-Netzwerk Swipestox bekannt ist. Neben dem Geld will der chinesische Investor auch den Zugang zu asiatischen Märkten erleichtern. “Wir sind ausgesprochen erfreut, nun einen gemeinsamen Weg mit Europas führenden Innovatoren der Trading-Technologie zu gehen”, sagt Guo Guangchang, der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Fosun.

Parallel zur internationalen Expansion soll das Produkt weiter ausgebaut werden. “Wir sind überzeugt, schon bald das weltweit größte soziale Netzwerk für Börsenhändler zu werden”, sagt Swipestox-Gründer Benjamin Bilski. Swipestox will private und insitutionelle Börsenhändler miteinander vernetzen. Nutzer können den Anlage-Entscheidungen von anderen Nutzern folgen, die werden dafür wiederum von der Plattform honoriert. Nach eigenen Angaben wurde in den ersten neun Monaten der Plattform bereits Anlagen im Wert von 20 Milliarden Euro über das Portal gehandelt. Aktuell ist die App in Deutschland, Großbritannien und Spanien offiziell gestartet. Geld verdient Swipestox über Provisionen von den angeschlossenen Brokern.

Hinter dem im Sommer 2015 gestarteten Mutterunternehmen The Naga Group stecken neben Bilski die Gründer Yasin Sebastian Qureshi und Christoph Brück. Gemeinsam mit der Deutschen Börse hatte das Fintech im vergangenen Dezember den Aufbau einer Handelsplattform für virtuelle Güter aus Computerspielen angekündigt.