Eine Analyse der deutschen Start-up-Szene zeigt: Weibliche Entrepreneure treibt vor allem der Wunsch nach Unabhängigkeit – und ihre Anzahl steigt kontinuierlich.

Im Rahmen der Cebit 2018 stellte der Start-up-Verband heute den ersten Female Founders Monitor vor in dessen Mittelpunkt Gründerinnen und deren Aktivitäten stehen.

Als drei zentrale Ergebnisse hoben die Macher der Studie folgende Punkte hervor:

  1. Frauen entdecken das Gründen für sich: Der Anteil der Frauen in Start-ups hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht – ihr Anteil liegt heute bei 14,6 % und sie sind in 28% der untersuchten Start-ups als (Mit-)Gründerinnen vertreten.
  2. Gründerinnen nehmen die Dinge selbst in die Hand: Sie gründen häufig allein und kommen ohne große externe Kapitalaufnahmen aus. Die Größe der Gründerinnenteams liegt im Mittel bei 1,3 – männliche Teams bestehen im Schnitt aus 2,2 Personen.
  3. Sicherheit schafft Freiheit: Gründerinnen wollen mit ihren Start-ups vor allem eins: schnell profitabel und damit von anderen unabhängig sein.

„Ohne Frauen wäre der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht Weltspitze. Es ist deshalb entscheidend, dass Frauen stärker unterstützt und gefördert werden, damit sie Führungsverantwortung im beruflichen Umfeld übernehmen. Start-ups sind da oft weiter als traditionelle Unternehmen. Aber auch hier gibt es deutlichen Nachholbedarf. Der Female Founders Monitor 2018 soll mehr junge Frauen ermutigen, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Als Gründerin im Alleingang oder im Team“, sagte die ehemalige Ministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries, die bei der Vorstellung der Untersuchung anwesend war.