Eine amerikanische Studie zeigt: Unternehmen, die von ihren Gründern geleitet werden, sind innovativer und erfolgreicher.

Facebook, Amazon, Netflix – nur drei Beispiele amerikanischer Unternehmen, die weiterhin von ihren Gründern geleitet werden. Dass sie gleichzeitig zu den erfolgreichsten Konzernen der Welt gehören, ließ drei US-Wissenschaftler aufhorchen.

Ein Forschertrio um Joon Mahn Lee von der Krannert School of Management der US-Universität Purdue analysierte daher für eine Studie die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen. Kernfrage: Schlagen sich jene Unternehmen, die von ihren Gründern geleitet werden, besser als andere?

Und ob, behaupten zumindest die Forscher. Gründergeführte Unternehmen sind demnach nicht nur erfolgreicher und innovativer als jene, bei denen sich der Ideengeber größtenteils aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat – sie stehen auch finanziell besser da. Aber warum?

Vorsicht beim Übergang zum Großkonzern

Lee vermutet, dass Gründer, die nach vor als Unternehmensleiter agieren, eher bereit seien, Risiken einzugehen, um ihre Ziele voranzutreiben. Gute Aussichten also für gründergeführte Firmen? Jein. Denn der Wissenschaftler hält gleichzeitig eine Warnung parat: Wenn das einst kleine Start-up sich zu einem großen Unternehmen entwickelt, sei Vorsicht ist geboten.

Andere Untersuchungen konnten nämlich zeigen, dass Gründer beim Übergang von der Garagenfirma zum Großkonzern häufig anfangen, ihre einzigartigen, innovativen und zuweilen auch unkonventionellen Herangehensweisen aufzugeben – und sich eher wie regulär beschäftigte CEOS zu verhalten. Mit der Konsequenz, dass sie ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren – und in der Folge an Vorsprung einbüßen.