Unter Fintech-Start-ups gilt Berlin als beliebtester Standort. Das hat jetzt eine Untersuchung von Comdirect ergeben. Doch eine andere Stadt holt auf.

Dass Berlin unter Gründern ein besonders beliebter Standort ist, ist kein Geheimnis. Eine aktuelle Studie der Comdirect, über die das Handelsblatt heute exklusiv berichtete, zeigt nun: Besonders Fintechs lassen sich gerne in der Hauptstadt nieder. Aktuell haben 228 der insgesamt bundesweit 699 Start-ups in diesem Bereich dort ihren Sitz.

Aber auch die Bankenmetropole Frankfurt kann sich der Studie zufolge freuen: Im Vergleich zu 2016 hat sie einen Platz gut gemacht. Damals hatten dort 58 Fintechs ihren Sitz, nun sind es bereits 84 – vorrangig mit dem Schwerpunkt Finanzierung.

Frankfurt auf Platz 2

Damit belegt Frankfurt zusammen mit München den zweiten Platz was die Anzahl der Fintechs angeht. Auf Platz drei folgt Hamburg mit 67 Finanztechnologie-Start-ups.

Bei der Vergabe von Wagniskapital allerdings falle Frankfurt deutlich zurück, so die Macher der Studie: Die dort ansässigen FinTechs konnten im vergangenen Jahr nur 25 Millionen Euro einsammeln. In Berlin dagegen flossen 664 Millionen Euro. Auch Hamburg steht in Sachen Wagniskapital gut da: Die 67 FinTechs erhielten 2016 213 Millionen Euro. Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von Comdirect, wundert das nicht: „Schließlich sitzen einige der größten Fintechs in der Hansestadt.“