Joblift hat analysiert, mit welchen Schlagworten Start-ups in Stellenanzeigen für sich werben, was sie von neuen Mitarbeitern erwarten – und was sie im Gegenzug bieten.

Selbständigkeit, kommunikatives Geschick und analytische Fähigkeiten: Diese Eigenschaften rangieren ganz oben bei den Softskills, die Gründer von neuen Mitarbeitern erwarten. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Analyse der Metajobsuchmaschine Joblift. Für diese wurden knapp 60.000 Stellenanzeigen von Start-ups aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. Die genannten Anforderungen tauchten demnach jeweils bei über einem Sechstel der Ausschreibungen auf.

Im Gegenzug locken die Unternehmen mit Gestaltungsmöglichkeiten – in 9.400 Fällen wurde erwähnt, dass  Mitarbeiter viel Verantwortung übernehmen können. Fast genauso häufig aufgeführt wurden flache Hierarchien. Mit 7.000 Nennungen auf Platz zwei stehen Weiterbildungsmöglichkeiten. Je zwölf Prozent der Stellenausschreibungen werben mit einer „attraktiven Vergütung” oder weisen auf Mitarbeiterveranstaltungen wie Kickerturniere hin.

Warnung vor Altersdiskriminierung

Die Auswertung zeigt auch, wie Gründer ihre eigene Unternehmenskultur darstellen. Am häufigsten – nämlich in knapp 15.500 Stellenanzeigen – zeigen Startups demnach ihre Internationalität auf. Weitere populäre Schlagworte sind „dynamisch“ und „innovativ“. Sehr bleibt ist zudem das Adjektiv „jung“, das in über 22 Prozent der Fälle auftaucht. Häufig ist das auf die Teamzusammensetzung bezogen. Joblift warnt, dass sich Start-ups damit auf dünnem Eis bewegen: Die Verwendung des Begriffs könne bereits als Altersdiskriminierung aufgefasst werden – weil ältere Kandidaten von einer Bewerbung abgehalten werden.