Mit einer Plattform will Steady Bloggern und Journalisten helfen, im Netz Geld zu verdienen. Jetzt sammelt das Berliner Start-up eine sechsstellige Summe ein.

925 Euro im Monat für eine digitale Tageszeitung im Rheinland, 222 Euro im Monat für ein Satireportal: Die ersten Einnahmen für unabhängige Blogprojekte und Journalisten sind über Steady bereits zusammengekommen. Jetzt darf sich das im Januar 2017 offiziell gegründete Start-up über einen Zuschuss für das eigene Geschäft freuen. Vier Business Angel stecken 200.000 Euro in das junge Unternehmen. Die Anschubfinanzierung im vergangenen Jahr kam von prominenter Stelle: Google unterstützte das Start-up im Rahmen der Digital News Initiative mit 350.000 Euro.

Steady will als eine Art Crowdfunding-Plattform für Content-Produzenten fungieren. Über die Seite sollen sich die Projekte vorstellen und für regelmäßige Unterstützer werben können. Die Abwicklung der monatlichen Zahlungen läuft dann über Steady – das zehn Prozent des Beitrags als Provision einbehält.

Die neuen Unterstützer bringen allesamt unternehmerischen Hintergrund mit. Peter Dietrich entwickelt mit Kiwi schlüsselfreie Haustüren, Matthias Spieß ist Mitgründer von Spreadshirt, Andreas Dulger CEO des Maschinenbauunternehmens ProMinent und Ulrich Essmann Mitgründer der Domain-Handelsplattform Sedo. „Mit der Förderung durch Google konnten wir die erste Version entwickeln und unsere Nutzer bereits einige Projekte realisieren“, sagt Gründer und Geschäftsführer Sebastian Esser. Das frische Geld solle dazu dienen, die Funktionen der Software-Lösung zu erweitern. „Damit können auch größere Publisher Steady nutzen, um mit ihrem Publikum Geld zu verdienen – und zum Beispiel Werbung auszublenden.“