Das Münchner Start-up Spendit hat die App Lunchit entwickelt – und erhält nun eine Finanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro.

6,20 Euro können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern täglich für das Mittagessen schenken – mit der App Lunchit. Nach dem Essen scannt der Mitarbeiter den Beleg ein und leitet ihn direkt an den Chef weiter.

Die Mitarbeiter sollen dadurch motiviert werden, ihre Bindung an das Unternehmen wachsen. Außerdem kann jeder Chef das Mittagessen subventionieren.

Die Start-ups Orderbird, Aboalarm und Wikifolio nutzen das Angebot von Lunchit bereits – insgesamt sollen es deutschlandweit nach Angaben von Spendit-Gründer Florian Gottschaller 150 Unternehmen sein.

Nun holt sich das Münchner Start-up in einer Series-A-Runde zwei Millionen Euro von Reimann Investors. Das Family Office hat schon in der Vergangenheit unter anderem mit dem Verkauf der Sofort AG an den schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna einen Namen in der Szene gemacht. Damals sollen 150 Millionen Dollar geflossen sein.

Mit dem frischen Kapital will Spendit weiter expandieren wie etwa zuletzt nach Österreich. Eine Übernahme kommt für die beiden Gründer aber nicht in Frage: „Aber wenn, dann müsste es einer sein, der selbst erfolgreich alle Auf’s und Ab’s als Unternehmer durchlebt hat, viel Humor hat und die Schönheit eines einzigartigen, wertstiftenden digitalen Produkts zu schätzen weiß: Warren Buffet“, sagt Florian Gottschaller im Gespräch mit WirtschaftsWoche Gründer.

Spendit wurde 2014 von Gottschaller und Ralph Meyer gegründet. Derzeit hat das Start-up 32 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen siebenstelligen Umsatz. „Jetzt geht es darum, möglichst viele Personalentscheider für Lunchit zu begeistern. Dann können wir ihnen in ein, zwei Jahren von ersten Gewinnen berichten – die wir in unser weiteres Wachstum investieren werden,“ sagt Gottschaller.