Das Startup  verkauft Bier nach Winzerart – mit speziellen Geschmacksnoten. Bald kommt die dritte Sorte auf den Markt.

Auf die Winzer blickt Katharina Kurz schon ein bisschen neidisch. Sie können ihre Kunden mit speziellen Geschmacksnoten („ein Hauch von Brombeere und Schwarzkirsch“) und besonderen Rebsorten ködern. Dagegen sei Biertrinken langweilig, sagt Kurz. „Wer achtet schon darauf, welcher Hopfen im Bier steckt?“

Das will die promovierte Betriebswirtin ändern. Gemeinsam mit ihrem Studienkollegen Christian Laase und Braumeister Michael Lembke gründete sie im Sommer das Unternehmen Braukunst Berlin. Vorbild sind kleine Brauereien in den USA, die ausgefallene Biersorten anbieten: Craft Beer.
Auch in Deutschland, vor allem in Berlin, arbeiten schon solche Minibetriebe. Aber das schreckt Kurz nicht. Im Gegenteil: Sie ist nach Berlin gegangen, weil es dort schon eine Craft-Beer-Szene gibt.

Zwei Bierarten bietet das Trio bereits an: ein Helles und ein Pale Ale. Im Februar kommt noch ein Baltic Porter hinzu – „mit Schoko-Röst-Aroma“, kündigt Kurz an. Gebraut werden die Biere in der Klosterbrauerei Neuzelle in Brandenburg und in der Brauerei Landsberg in Sachsen-Anhalt – nach Lembkes Rezepten.

Er sucht auch alle Rohstoffe aus. Die Marke ist ebenso ungewöhnlich wie das Bier: BRLO – „der altslawische Name für Berlin“, erklärt Kurz. Wie die Kunden ihn aussprechen, ist ihr egal. „Hauptsache, das Bier schmeckt.“