Momox, reBuy, Skoobe und Sobooks wollen den Bücher-Markt revolutionieren. Die einen sind überzeugt von Ressourcenschonung, die anderen vom digitalen Lesen.

Schon als Kind hat Lawrence Leuschner sein Taschengeld auf dem Flohmarkt aufgebessert: Damals verkaufte er gebrauchte Produkte aus dem Handelsgeschäfts seines Vaters, denn schließlich war viel zu schade zum Wegwerfen. 2011 gründete er Rebuy – und das mit durchschlagendem Erfolg. Lawrence Leuschner verkauft mittlerweile gebrauchte Bücher, CDs, Konsolen und Handys. „Wir möchten mit unserem An- und Verkaufsshop eine Alternative zur Wegwerfgesellschaft anbieten – Gebrauchtware, ohne Einbußen in der Qualität gegenüber Neuware,“ sagt Unternehmenssprecherin Juliane Leupold. Im Lagerbestand sind mittlerweile über 2,5 Millionen Artikel, über 500 Mitarbeiter hat das Unternehmen. Der Umsatz: stetig steigend.

ReBuy: Eine Alternative zur Wegwerfgesellschaft

Die Leitlinie des Start-ups sind das Modell der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung: „Unsere Kunden haben fast 25.000 Bäumen das Leben gerettet – nur weil Sie ein gebrauchtes Buch nochmal gelesen haben“, erklärt Leupold. Die Konkurrenz im Netz ist im Blick: „Wir sehen, dass das gedruckte Buch mit dem eBook Konkurrenz bekommen hat. Von einer Ablösung kann man allerdings noch lange nicht sprechen.“

Weil Online-Auktionen meistens sehr zeitaufwendig sind, bietet reBuy Nutzern, die Medienartikel verkaufen wollen, den Verkauf von Ware zum Festpreis an.

Ein ähnliches Konzept hat auch Momox: Das Kerngeschäft ist der An- und Verkauf gebrauchter Bücher, DVDs, Computer- und Videospielen. Für jeden Artikel, den der Kunde über Momox verkauft, wird ein fixer Preis gezahlt, der sich am aktuellen Marktpreis orientiert. „Bücher sind unsere Verkaufsschlager. Wir verzeichnen in dieser Kategorie Wachstumsraten von 50 Prozent“, erklärt Heiner Kroke, Geschäftsführer des Unternehmens. Im vergangenen Jahr machten Bücher 70 Prozent des Umsatzes aus. Der Re-Commerce-Anbieter hat seit der Gründung bereits über 100 Millionen gebrauchte Artikel angekauft, konnte seinen Gewinn vergangenes Jahr auf 4,4 Millionen verdoppeln und erwirtschaftete einen Umsatz von 120 Millionen Euro.