Auch in Mannheim entwickelte sich in den vergangenen Jahren eine Start-up-Szene. Ein prominenter Vertreter ist Stocard.

Der Papierwust im Portemonnaie kann manchmal ganz schön nervig sein. Deshalb entwickelten David Handlos, Björn Goß und Florian Barth im Jahr 2011 eine App, mit denen Kundenkarten auf dem Smartphone gespeichert werden können. Dazu wird der Barcode eingescannt oder die Kundennummer eingegeben. An der Kasse muss der Kunden dann Smartphone statt Plastikkarte zücken.

Mittlerweile sind mehr als 3000 Unternehmen in der App gelistet. Das zieht auch Investoren an: Geld gab es vom Hightech-Gründerfonds und CD-Venture. „Uns war von Beginn an wichtig, dass wir von unseren Investoren nicht nur Funding einsammeln, sondern mit ihnen echte Sparringspartner mit viel Erfahrung in den für uns relevanten Gebieten finden“, sagt Björn Goß.

In diesem Sommer hat Stocard die 10-Millionen-Nutzer-Marke durchbrochen. Der nächste große Schritt wird die Implementierung einer Payment-Funktion sein. „Wir wollen den Geldbeutel komplett digital machen“, sagt Goß. Außerdem möchte das Start-up expandieren, unter anderem nach Italien und Australien. Denn da hatte alles angefangen.

Als David und Björn dort Urlaub machten, fielen ihnen nicht nur die hohen Preise auf, sondern auch die Kundenbindungsprogramme. „Auf dem Rückflug fingen wir sofort an, das Konzept zu schreiben. Zurück in Deutschland überzeugten wir noch unseren dritten Mitgründer Florian, und ein knappes halbes Jahr später war die erste Version von Stocard im App Store verfügbar.”

Auf Mannheim fiel die Wahl dann nur zufällig: Alle drei Gründer hatten dort an der Universität studiert. „Uns war immer bewusst, dass das wichtigste für den Aufbau von Stocard ein herausragendes Team aus den talentiertesten Leuten ist, die Lust haben, etwas Großes mit uns zu erschaffen“, sagt Groß. Und durch die Dichte an Universitäten und damit auch technisch versierten Menschen fiel die Wahl nicht schwer, einfach am Studienort zu bleiben.