Neues Jahr, neue Vorsätze: Wie junge Unternehmen dabei helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden – und selbst davon profitieren wollen.
Ein Exposé schreiben, Gewicht verlieren, Klavier üben: Mit ganz unterschiedlichen persönlichen Zielen gehen die Menschen in das neue Jahr.
Häufig bleibt von den Vorsätzen aber nach wenigen Wochen nur wenig übrig. Einige Start-ups haben sich auf den Weg gemacht, beim Überwinden des inneren Schweinehundes zu helfen.
Seit Sommer bietet das Berliner Unternehmen „Ansporner“ eine Plattform für Nutzer, die Ziele öffentlich machen wollen – und sich verpflichten, Geld an eine gemeinnützige Organisation zu spenden, falls ihr Projekt nicht gelingt. „So ist es eine Win-Win-Situation: Entweder man schafft es oder man tut etwas Gutes“, sagt Gründer Marco Schneider.
Der ausgebildete Psychologe hat sich bei seiner Idee von US-Vorbildern wie Stickk.com oder Beeminder inspirieren lassen. Aktuell sieht das Geschäftsmodell vor, einen Prozentsatz der möglichen Spendensumme einzubehalten. In Zukunft soll eine große Community entstehen, bei der sich auch Coaches oder Fitnessstudios als Helfer auf dem Weg zum Ziel präsentieren und dafür eine Provision erhalten.
Der größte unternehmerische Vorsatz für Marco Schneider: Mehr Besucher und Nutzer auf das Portal bringen. „Wir hatten ein wenig die Aufgabe unterschätzt, Reichweite zu generieren“, räumt Schneider ein. Aktuell haben gut fünfzig Nutzer Ziele auf dem Portal definiert, diese Zahl soll im kommenden Jahr deutlich steigen.

Schriftzug erschwitzt

Auch Philipp Kühn und sein Mitgründer Sebastian Riegger wollen mit ihren Produkten dabei helfen, sich zu motivieren. Den Anstoß zur Gründung ihrer jungen Firma „Around Titans“ hatte Kühn, als er neben dem Studium an der Alanus-Hochschule als Crossfit-Trainer tätig war. Immer wieder erlebte der Anfang 20-Jährige, dass seine Schützlinge nicht mit voller Kraft trainierten, weil ihnen Schweißflecken peinlich waren.
Kühn und sein Kompagnon drehten die Sache kurzerhand um: Sie vertreiben Fitness-Shirts, die ihre volle Botschaft erst preisgeben, wenn sie schwitzfeucht werden: „Beast Mode – On“ erscheint nach dem schweißtreibenden Training dann beispielsweise auf dem Shirt. „Es geht darum, die Motivation an den Mann zu bringen“, sagt Philipp Kühn.
Der Start in das Abenteuer Unternehmen war nicht einfach. Die Technik ist nicht komplett neu, der passende Produzent war für die Jungunternehmer nicht einfach zu finden. In Deutschland waren mögliche Lieferanten nicht in der Lage, das geforderte zu liefern oder winkten angesichts der geringen Stückzahlen ab. Über den asiatischen Marktplatz Alibaba wurde Kühn nach einigen Fehlschlägen schließlich fündig.

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Neumacher

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Marie-Charlotte Maas

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Steffen Ermisch ist freier Journalist. Er befasst sich in seinen Texten häufig mit technischen Innovationen und ihren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Ihn fasziniert, wie leidenschaftlich Gründer ihre Ideen vorantreiben. Sein Handwerk hat der Kölner an der Journalistenschule seiner Heimatstadt gelernt.

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