Showrooms in New York, London und Moskau: Das Start-up Serfan will durchstarten – und noch in diesem Jahr den Umsatz verdreifachen und einen Schuh ins All schießen.

Die Geschichte klingt wie eine Erzählung aus dem Wirtschaftswunderland. Als Serhat Yilmaz (rechts) keine passenden Schuhe zu seiner Jacke fand, gründete er eine Schuhmarke und einen Online-Shop: Serfan. Das war vor 13 Monaten in Augsburg. „Innerhalb kürzester Zeit haben wir 1000 Schuhe verkauft“, sagt Yilmaz. Noch in diesem Jahr will er Showrooms in New York, London und Moskau eröffnen, den Umsatz verdreifachen und demnächst mithilfe der amerikanischen Weltraumbehörde einen Schuh ins All schießen.

Investitionen
 bisher ausschließlich Eigenmittel von insgesamt 85 000 Euro
Mitarbeiter
insgesamt 15
Umsatz
Umsatz 2014 mittlerer 6-stelliger Betrag

Über seine Pläne spricht Yilmaz gerne, über seine Geschäftszahlen nicht. Da schweigt er. Die Schuhe lässt Yilmaz in Spanien produzieren, das Design entwirft er selbst. Er hat zuvor als Handelsfachwirt beim Handelskonzern Metro gearbeitet – im Lebensmittelbereich: „Aber fürs Designen brauch ich keine Vorbildung, sondern eine Vision.“ Das
sieht auch Mitgründer Stefan Buntscheck so. Er studiert im sechsten Semester Wirtschaftsinformatik.

Inzwischen bieten sie auch Textilien an, selbst gestaltet und gefertigt in der Türkei. Bis Ende des Jahres will das Duo 100 Einzelhändler als Partner gewinnen. Eigene Läden
planen die Gründer nicht, betreiben aber einen Online-Shop. Jetzt suchen sie erstmals einen Investor. Eine Million Euro soll er mitbringen – mindestens.