Die Gründer von „Das Kaugummi“ bieten gesunde Kaugummis. Ob die Jury der „Höhle der Löwen“ anbeißt?

Die Idee für sein neues Start-up kam Ingo Hofmann an der Supermarktkasse. „Bei der Vielfalt von Kaugummis habe ich mich irgendwann gefragt: Kann man die nicht innovativer machen?“ sagt der Gießener. Gemeinsam mit dem Basketballprofi Andrej Mangold und Creative-Manager Marcel Graf gründete er das Start-up Das Kaugummi. Die zuckerfreien Kaugummis gibt es mittlerweile in den Geschmacksrichtungen Zitrone-Basilikum, Orange-Ingwer und Holunderblüte-Minze – bislang allerdings nur beim Handelsunternehmen Tegut und der Drogeriemarktkette Budni. Außerdem vertreiben die Gründer die Kaugummis über einen eigenen Online-Shop. 

Mit ihrem Auftritt in der Höhle der Löwen will das Trio jetzt weiter expandieren. Das kostet Geld. Deshalb wollen sie von den Juroren ein Investment in Höhe von 250.000 Euro und sind bereit, dafür zehn Prozent ihres Unternehmens abzugeben. Bislang steckten Hofmann, Mangold und Graf vor allem eigenes Kapital, Zeit und Energie in das Start-up. „Für unser junges Unternehmen war es wichtig, einmal die Meinung gestandener Unternehmer zu hören“, sagt Hofmann. So reflektiere man sich als Unternehmen selbst und könne dadurch auch weiter an sich arbeiten. „Wir waren relativ lange im Dialog mit den Löwen, was hoffentlich für uns und unser Produkt spricht.“ 

Es ist nicht das erste Unternehmen, das Hofmann aufgebaut hat: In Gießen hat er bereits eine erfolgreiche Salatbarkette aufgebaut und sich damit einer nachhaltigen Ernährung verschrieben. 

2015 gingen die drei Gründer mit dem gesunden Kaugummi an den Start. Ein Dreierpack kostet im Online-Shop knapp sechs Euro. In jeder Packung befinden sich elf Dragees. Obwohl sie in ihren Auftritt in der Höhle der Löwen große Hoffnungen setzen, wissen die Gründer auch, dass ein Auftritt alleine ihre Marke nicht groß machen wird. So kann es aber doch ein erster Schritt sein, so wie es schon anderen Start-ups gelungen ist. „Wir fanden zum Beispiel aus der letzten Staffel die Wirsingchips von Heimatgut sehr überzeugend oder natürlich auch die Little-Lunch-Suppen. Gerade diese Produkte haben uns gezeigt, dass eine Teilnahme sehr sinnvoll für ein Unternehmen sein kann“, sagt Hofmann. 

So hatten die Brüder von Little Lunch ihren großen Durchbruch in der Höhle der Löwen. Und bekamen am Ende sogar 40.000 Euro mehr als sie von den Löwen gefordert haben. Für 2016 peilen sie nun einen Umsatz von 20 Millionen Euro an – und wollen nach China und England expandieren. Das Augsburger Start-up entwickelte Bio-Suppen, die ungekühlt bis zu zwei Jahren haltbar sind. Ob „DasKaugummi“ auch so viel Erfolg hat, wird sich ab Dienstag zeigen.