Die Automobilbranche steckt im Wandel. Davon will auch Baselabs profitieren, ein Spin-off der TU Chemnitz.

Von Tobias Bayer

Automatisierte Fahrzeuge sind längst keine Fiktion mehr. Glaubt man Experten, gehören sie schon bald zu unserem Alltag. Davon sind auch die Gründer von Baselabs überzeugt. Das Start-up wurde 2012 von dem heutigen Geschäftsführer Robin Schubert sowie Holger Löbel, Eric Richter und Norman Mattern gegründet.

Vereinfacht gesagt erstellt Baselabs eine Software, um autonomes Fahren zu ermöglichen. Das Programm kombiniert Daten von verschiedenen Sensoren, etwa Radarsensoren, Laserscannern und Kameras, um daraus ein Umgebungsbild zu erzeugen. So kann das Fahrzeug gegebenenfalls reagieren.

Das Team des Technologieunternehmens ist eine bunte Mischung aus 27 Ingenieuren, Informatikern und Kaufleuten. Sie selbst bezeichnen sich als „Datenfusions-Enthusiasten und Software-Profis“.

Der Standort Chemnitz, die drittgrößte Stadt Sachsens, ist mittlerweile eine kleine Hochburg für Start-ups und Unternehmen der Softwaretechnologie. Das liegt auch an der Technischen Universität. Baselabs selbst ist eine Ausgründung der Hochschule und arbeitet noch heute eng mit ihr zusammen.

Enge Kooperationen mit Kunden aus der Automobilindustrie helfen dem Start-up, die eigene Entwicklung an die Bedürfnisse des Marktes anzupassen. Zu den Kunden zählen Bosch, TRW und Denso. Einen strategischen Investor hat Baselabs mit der Stuttgarter Firma Vector Informatik an seiner Seite. Der war an deren Technologie interessiert und brachte dafür neben Geld auch Vertriebswege mit. Außerdem hat auch der Technologiegründerfonds Sachsen in das Start-up investiert.

Aktuell sind die Chemnitzer in das Vorhaben AutoNet2030 involviert. Dessen Ziel ist es, bis 2030 die Entwicklung für vernetztes und autonomes Fahren abgeschlossen zu haben.