Für die Gründer von Ankerkraut hat sich der Auftritt in der „Höhle der Löwen“ gelohnt. Schon jetzt profitieren sie von Frank Thelens Investment.

Als Kind lebte Stefan Lemcke in Tansania, dort lernte er Gewürze schätzen. 2013 gründete er mit seiner Frau Anne das Start-up Ankerkraut. Mit ihren Mischungen will die Gewürzmanufaktur aus dem Hamburger Hafen handgemachten Genuss ohne Zusatzstoffe anbieten.

Als erstes Start-up betraten sie in der vierten Staffel die „Höhle der Löwen“. Anfangs sah es nicht gut aus: Nacheinander stiegen gleich vier Löwen aus, übrig blieb am Ende nur Frank Thelen, der eine gute Vermarktung und die Professionalisierung des Online-Shops versprach. Er investierte letztlich 300.000 Euro und bekam dafür 20 Prozent am Unternehmen. “Frank Thelen fordert und fördert sehr viel“, sagt Stefan Lemcke. Doch das lohnt sich.

Umsatzsprung auf fünf Millionen Euro

Anfang des Jahres ging das Gründerduo für 2016 noch von einem Umsatz von 3,5 Millionen Euro aus, nun könnten es bis zu fünf Millionen Euro werden.

Ihre Gewürze verkaufen sie unter anderem bei Rewe und in diversen kleineren Länden. Der durchschnittliche Einkaufswert im eigenen Online-Shop liegt bei rund 45 Euro.

Mittlerweile beschäftigt das Start-up 33 Mitarbeiter – was den Gründern gar nicht leicht fiel, denn es sei schwer, gute Mitarbeiter zu finden.

Schon jetzt gibt es für den Gewürzadventskalender des Start-ups 2000 Vorbestellungen – eines der Produkte, die sich auch schon im vergangenen Jahr gut  verkaufte. Im Bereich der BBQ-Gewürze, die vor allem zwischen Mai und August Dauerbrenner sind, ist Ankerkraut schon jetzt Marktführer in Deutschland.