Das E-Commerce-Technologie-Start-up Spryker erhält 22 Millionen Dollar, unter anderem von One Peak Partners. Nächster Schritt ist die Internationalisierung. 

Frisches Kapital für Spryker: Das E-Commerce-Technologie-Start-up hat in der aktuellen Finanzierungsrunde 22 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Runde wird vom Londoner Wachstums-Investor One Peak Partners angeführt, die bestehenden Investoren, darunter der Project A, investierten erneut. Mit der Finanzierung soll das Wachstum weiter beschleunigt werden, mit Fokus auf internationaler Expansion und der Weiterentwicklung des Produkts. „Für uns sind vor allem Märkte interessant, die man von unseren Standorten in Hamburg und Berlin aus gut zentral bedienen und erreichen kann. Dazu gehören im ersten Schritt für uns UK und die Benelux Länder“, sagt Co-Gründer Alexander Graf auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

„Wir waren sehr beeindruckt von Sprykers schnellem und profitablem Wachstum, der außergewöhnlichen Technologie-Plattform und dem erstklassigen Gründungsteam”, sagt David Klein, Managing Partner bei One Peak Partners. “Die anhaltende Digitalisierung aller Branchen verlangt nach technischen Lösungen, die dazu in der Lage sind mit Amazon und dergleichen mitzuhalten. Sprykers Commerce OS-Lösung erfüllt alle Anforderungen um zum weltweiten Standard in den Bereichen B2B- und B2C-Handel zu werden. Wir sind vor allem von Sprykers IoT Commerce-Anwendungen begeistert, für die es ein enormes Marktpotenzial gibt.”

Kunden wie Tom Tailor und Lekkerland

Das 2014 von Alexander Graf und Nils Seebach gemeinsam mit dem Berliner Company Builder und Wagniskapitalgeber Project A gegründete Start-up bietet ein modulares Shopsystem mit dem Kunden jede Endkunden-Schnittstelle und jedes IoT-Device in ihren Shop integrieren und auch neue Kontaktpunkte abbilden können. Durch die moderne Software-Architektur, wird die IT-Produktivität um ein Vielfaches erhöht, weil Entwickler und Produktmanager deutlich schneller Ergebnisse erzielen können.

Marken wie HILTI, Tom Tailor und Lekkerland nutzen das Spryker Commerce OS. Das Unternehmen beschäftigt ein Team aus rund 100 Angestellten in seinen Büros in Berlin und Hamburg.

2015 erhielt Spryker eine mittlere siebenstellige Finanzierung, unter anderem von Project A und Cherry Ventures. Eigenen Angaben zufolge hatte das Start-up bereits knapp zwei Jahre nach dem Launch Profitabilität erreicht.