Knapp vier Jahre nach dem Start gibt der Internetdienst Spottster sein Ende bekannt. Geldprobleme sollen nicht der Grund sein, sagen die Gründer.

Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen hören auf. Die beiden Gründer des Hamburger Start-ups Spottster, das vor vier Jahren an den Start ging, haben die Einstellung ihres Prisvergleichportals zum 29. Mai bekannt gegeben.

Gegenüber Gründerszene sagte Freya Oehle Geldprobleme seien nicht der Grund für diese Entscheidung. Es handele sich dementsprechend nicht um eine Insolvenz, das Aus sei ein freiwillig gewähltes, weil das Geschäftsmodell zwar funktioniert, aber kein großes Wachstum mehr generiert habe.

Neues Konzept konnte nicht umgesetzt werden

Mit einem neuen Konzept habe man versuchen wollen die Besucherzahlen zu steigern und so den Umsatz für Spottster zu erhöhen. Die Idee individuelle Kooperationen mit Online-Shops zu vereinbaren und den Spottster-Nutzern so einen individuellen Deal anzubieten, sei allerdings auf Grund von technischen Problemen gescheitert, so Oehle zu Gründerszene.

Die Investoren, zu denen DHDL-Löwe Jochen Schweizer und Forum Media Ventures zählen, sollen alles verfügbare Geld von ihrem Investment zurück erhalten.

Die elfköpfge Mannschaft hinter Spottster wird aufgelöst. Einige von ihnen werden aber weiterhin an der Seite von Oehle und Kempkensteffen bleiben – die Gründung eines neuen Start-ups ist in Planung.

Spottster bietet seinen Nutzern eine Art Merkzettel im Netz. Entdecken diese beispielsweise einen Pullover in einem Onlineshop,  können sie ihn in der App oder auf der Webseite speichern und einen Alarm erstellen, der ausgelöst wird, falls der Preis des Produkts sinkt. Sie bekommen dann eine Information per E-Mail. Spottster erhält eine Kommission von sechs Prozent, wenn der Kunde über die Onlineplattform kauft.