Fitnessgeräte mit direkter Verbindung ins Netz. Das Unternehmen eGym bietet Sportprogramme für die digitale Generation.

Die Idee kam Philipp Roesch-Schlanderer im Fitnessstudio der New Yorker Columbia University. „Der Bodybuilder-Charme dieser Studios“, dämmerte dem Schwaben, „geht am Bedarf junger, digitaler Menschen völlig vorbei.“ In Deutschland zurück, gründete der heute 32-Jährige das Unternehmen eGym.

Gemeinsam mit Florian Sauter, einem Kumpel aus der Schulzeit, entwickelte er neue, vernetzte Kraftmaschinen und die zugehörige Online-Plattform für Sportstudios und Fitnessfans. Ende 2012 starteten sie ihr Angebot. Seither können Sportler – egal, in welchem Studio und an welchem eGym-Gerät sie trainieren – aus der Cloud Fitnessprogramme abrufen, ihre Fortschritte protokollieren und die Strapazen mit Gleichgesinnten teilen. Weitere individualisierte Workout-Pakete lassen sich dazu buchen.

„Der Start in den Markt, der von TechnoGym, Johnson Health Tech und Life Fitness dominiert wird, war ein Himmelfahrtskommando“, sagt Roesch-Schlanderer heute. Doch früher als die Etablierten setzten die Schwaben auf den Trend zum vernetzten Sport mit Fitness-Trackern und Trainings-Apps – und waren damit schon im ersten Geschäftsjahr profitabel. Eine 15-Millionen-Dollar-Spritze mehrerer Risikokapitalgeber soll nun insbesondere dem internationalen Ausbau des digitalisierten Trainingsgeschäfts noch mehr Schwung geben.