Im November 2016 endete die Pilotphase, etwa 6000 Android-User hatten die App bis dahin genutzt. Auch die Zahl der Vorabregistrierungen für die iOS-Version habe sich deutlich erhöht. Derzeit arbeiten die Gründer an einer verbesserten Version der App. Diese soll dann bald für beide Betriebssysteme erhältlich sein – ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.

Durch die positive Resonanz wollen die Gründer ihr Angebot ausweiten: Nachdem zunächst die Flughäfen Köln/Bonn, Hamburg, Stuttgart und Berlin kooperierten, seien Düsseldorf und München ebenfalls in Aufnahmegesprächen. Von dort aus sollen die Flugziele in ganz Europa angeflogen werden.

Die israelische Start-up Szene ist schneller

Während Let’s Yalla derzeit den deutschen Markt erobert, stammt die ursprüngliche Idee aus Israel: Gründer Ori Hagai hatte schon lange vor Gründung des Start-ups an dem Konzept gearbeitet. Währenddessen machte er Erfahrungen in der Start-up Szene von Tel Aviv – die anders sei als deutsche.

„Das Tempo ist Deutschland ist oft sehr langsam“, sagt Hagai. In Israel gelinge es innerhalb weniger Tage, Meetings mit Kooperationspartnern zu bekommen. Gerade schnelle Kommunikation sei jedoch für die Arbeitskultur der Start-up-Szene wichtig, um innovative Ideen umzusetzen.

Auch die Unterstützung für Gründer aus dem Ausland durch den deutschen Staat sei verbesserungswürdig: Ori Hagai hatte als Selbstständiger große Schwierigkeiten mit einem Visum. „Um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken und kreative Köpfe nach Deutschland zu holen, sollten hier einige Bestimmungen überdacht werden“, sagt Hagai.