Mit dem Geld treibt das Freiburger Unternehmen die Entwicklung seines Schnelltests für die Erkennung von Antibiotika-resistenten Keimen voran.

Knapp eineinhalb Jahre nach der Seed-Finanzierung in Höhe von 1,6 Milionen Euro erhält das Freiburger Start-up SpinDiag eine erneute Finanzspritze: Drei Millionen Euro sammelte das Unternehmen, das unter anderem an einem Schnelltest für die Erkennung von Antibiotika-resistenten Keimen arbeitet, in einer zweiten Finanzierungsrunde ein.

Mit dieser kann SpinDiag die Produktentwicklung abschließen und in die klinische Leistungsbewertung starten und so die Grundlage für die Marktzulassung in der EU im Rahmen einer weiteren Finanzierung schaffen.

Geldgeber sind die bestehenden Investoren, drei namentlich nicht bekannte Business Angels aus Baden-Württemberg, und der ehemalige  Vice Chairman of Global Operations bei Procter&Gamble Werner Geissler, der das Unternehmen beim Markteintritt in der EU und USA unterstützen soll.

Die SpinDiag GmbH wurde 2016 von Dominique Kosse, Daniel Mark, Oliver Strohmeier, Gregor Czilwik, Frank Schwemmer und Mark Keller gegründet. Mit dem vom Unternehmen entwickelten Schnelltest sollen Risikopatienten gleich bei der Aufnahme im Krankenhaus auf alle relevanten Antibiotika-resistenten Keime getestet werden, so dass unmittelbar über Hygienemaßnahmen entschieden werden kann, und Träger von Keimen in Isolation von anderen Patienten behandeln werden können. So soll die Patientensicherheit erhöht und Kosten für unnötige Isolationen oder gar Ausbrüche vermieden werden.

Als weitere Produkte der Geräteplattform sind zukünftig unter anderem Tests für die Diagnose von sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Atemwegsinfektionen (RTI) und resistenter Tuberkulose (TB)“ geplant.