Der kriselnde Musik-Streamingdienst Soundcloud erhält ein neues Investment. Mitgründer Alexander Ljung gibt seinen Chefposten auf.

Es war eine Zitterpartie für den Musik-Streamingdienst Soundcloud, die am Wochenende mit einem Paukenschlag beendet wurde. Mitgründer Alexander Ljng gibt seinen Chefposten auf – um seinem Unternehmen ein Fortbestehen zu gewährleisten. Nur unter dieser Bedingung hatten die Investoren – die amerikanische Raine Group Bank und die Singapurer Investmentgesellschaft Temasek – der Bereitstellung von knapp 143 Millionen Euro zugestimmt.

Ljung bleibt Soundcloud allerdings in einer Führungsposition erhalten, schreibt er auf dem hauseigenen Blog. Er wechselt in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger als CEO soll der ehemalige Chef des Videodienstes Vimeo, Kerry Trainor, werden.

Bereits seit einigen Monaten steckte das Berliner Start-up in der Krise. Anfang Juli entließ Soundcloud darum rund 40 Prozent seiner Mitarbeiter, die Niederlassungen in London und San Francisco wurden geschlossen.

Mit der neuen Finanzierungsrunde sinkt die Bewertung des Unternehmens. In der Vergangenheit lag diese bei rund 700 Millionen Dollar, aktuell steht sie bei etwa 150 Millionen Dollar.