Twitter ist mit 70 Millionen bei Soundcloud eingestiegen. Ein noch größerer Deal ist der geheimnisvolle Verkauf des kaum bekannten Marktplatzes MMOGA für 300 Millionen nach China. Der Wochenrückblick.

Die Gründer von Soundcloud können aufatmen. Nachdem zuletzt das Geld langsam knapp wurde, hat das Start-up nun eine Finanzspritze bekommen: Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich beteiligt und soll 70 Millionen Dollar investieren. Damit tun sich zwei einstige Vorzeigeunternehmen zusammen, die beide in der Krise stecken – wie der Schulterschluß das ändern soll, ist allerdings ziemlich unklar.

Einen noch größeren Deal hat MMOGA hingelegt. Während vielen Gamern die Online-Plattform kennen, dürften andere davon noch nie gehört haben. Auf MMOGA werden virtuelle Güter oder Aktivierungscodes für Computerspiele gehandelt. Das Geschäft ist lukrativ, die deutschen Gründer haben den Marktplatz offenbar für 300 Millionen nach China verkauft. Die Details zu dem spektakulären wie geheimnisvollen Deal gibt es bei den “Onlinemarketingrockstars”.

In dieser Woche gab es auch wieder einige – teilweise sehr hohe – Finanzierungsrunden zu vermelden: Neue und alte Gesellschafter, darunter die Hannover Rück, investieren 21 Millionen Euro in das Fintech Finleap. Einen einstelligen Millionenbetrag erhält das Makler-Start-up Homeday: Paua Ventures und Project A investieren – und wollen damit in Marketingkampagnen, den Personalaufbau sowie die Weiterentwicklung des Produkts investieren. Und zu guter Letzt: Sechs Millionen Euro erhielt das Rocket-Internet-Start-up Caterwings. Das Catering-Unternehmen setzt damit auf einen Trend, denn das Geschäft mit dem Essen ist mittlerweile ein globales Milliardengeschäft.

Auch Project A spricht täglich mit Start-ups auf Investorensuche. Die Berliner investieren allerdings nur in einen kleinen Teil, denn bei vielen Bewerbern offenbaren sich immer wieder die gleichen Schwächen und Fehler. In seiner ersten Videokolumne spricht Florian Heinemann über drei zentrale Dinge, an denen es oft mangelt, die jedoch entscheidende Erfolgsfaktoren für jedes Start-up sind.

Manchmal werden Start-ups auch vom Erfolg überrannt – wie man damit umgeht, wenn nach der “Höhle der Löwen”-Ausstrahlung die Lager leer sind, berichten die Gründer von Lunchbox.

Mit ihrem Nuimo-Controller haben die Jungs von Senic den Y Combinator oder auch Lars Hinrichs überzeugt. Die Smart-Home-Steuerung wird in einem Berliner Hinterhof in Handarbeit zusammengebaut – die Kollegen von “Golem” zeigen, wie es im “Kreuzberger Shenzen” aussieht.