Alleine gründen oder im Team ist häufig eine Typ-Frage. Beide Konzepte haben etwas für sich. Eine Abwägung zwischen Gruppen- und Einzelkämpfern.

Mit Internet-Tools und Netzwerken schaffen es Solopreneure, alleine ein Start-up hochzuziehen. Nicht einmal auf fremdes Geld sind sie angewiesen. Es ist ein neuer Gründertyp, der sein Geschäftsmodell ohne Team verwirklicht.  „Solopreneure wollen nicht das nächste große Ding erfinden und ihr Smartphone mit einem Kühlschrank kreuzen“, sagt Ehrenfried Conta Gromberg, der das im März erscheinende Buch „Solopreneure – alleine schneller am Ziel“ geschrieben hat. Stattdessen sehnen sie sich nach Unabhängigkeit: Sie arbeiten aus dem Homeoffice oder vom Schreibtisch in einem Coworking Space. Und keiner redet ihnen rein.

Trotzdem gründen in Deutschland deutlich mehr Menschen im Team, wie der Deutsche Start-up-Monitor zum Jahresanfang ermittelte. Nur etwa jedes fünfte Start-up wurde von einem Solopreneur gegründet. Mehr als Dreiviertel der Neugründer 2014 waren somit Teamarbeiter – im Schnitt mit 2,3 Personen. Doch darüber, welcher Gründungsstil mehr Vorteile bietet, gibt das noch keine Auskunft. Denn ob solo oder im Team – beide Start-up-Gründungen haben etwas für sich.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir, an welchen Stellen es besser ist im Team zu arbeiten, und wo es sich lohnt, nicht auf eine andere Person Rücksicht nehmen zu müssen.