Soley will Industrieunternehmen helfen, ihr Produktportfolio anhand von Daten aus unterschiedlichen Quellen zu durchleuchten – und Komplexität zu reduzieren.

An Industrieunternehmen mit einer großen Produktvielfalt richtet sich Soley. Das Münchener Start-up ist auf Datenanalysen und Komplexitätsmanagement spezialisiert. Die Software des Unternehmens verknüpft Daten aus Entwicklung, Einkauf, Lager, Fertigung und Vertrieb – und stellt Zusammenhänge grafisch da. Unternehmen sollen so besser erkennen können, welche Abhängigkeiten es zwischen Produkten, Lieferanten und Verkäufen gibt. Die Analysen können etwa genutzt werden, um durch leichte Veränderungen an Produkten die Gesamtzahl der verarbeiteten Bauteile zu verringern.

Mit seiner Software hat das aus dem Lehrstuhl für Produktentwicklung der TU München ausgegründete Start-up bereits namhafte Kunden gewonnen. So stehen auf der Referenzliste die Autobauer BMW, Seat und MAN, das Automatisierungstechnik-Unternehmen Festo sowie der Verpackungshersteller Tetra Pak. Nun konnten die Gründer Maximilian Kissel, Peter Grüner, Bergen Helms und Alexander Golovatenko auch neue Investoren überzeugen – und eine siebenstellige Finanzierungsrunde abschließen.

Aufbruch in die Cloud

Neuinvestoren bei Soley sind der Münchener Frühphaseninvestor Vito Ventures und der Wagniskapitalgeber BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft. Beteiligt an der Finanzierungsrunde waren laut einer Mitteilung der Unternehmen zudem der Bestandsinvestor Hightech Gründerfonds (HTGF) und mehrere Business Angels. „Wir sind überzeugt, dass Soley einen signifikanten Beitrag zur positiven Entwicklung vieler Unternehmen leisten kann – sogar in unserem BayBG-Portfolio“, wird Andreas Heubl, Senior Investment Manager der Beteiligungsgesellschaft zitiert.

Das frische Kapital will Soley nach Angaben von Geschäftsführer Helms nutzen, um die Software in die Cloud zu bringen. Statt lokal auf den Rechnern der Kunden sollen die Analysen künftig aus dem Browser heraus erledigt werden könne. Parallel sollen die für die Kunden nicht sichtbaren Backend-Systeme verbessert werden, um die Performance zu verbessern. Aktuell beschäftigt das 2013 gegründete Unternehmen knapp 30 Mitarbeiter.