Deutsch-japanische Geldspritze: Das Fintech erhält eine umfangreiche Finanzierung von zwei strategischen Investoren. Jetzt steht die Internationalisierung im Fokus.

Vor einem Jahr hatte die Berliner Solarisbank ihre Vollbanklizenz von der Finanzaufsicht erhalten. Jetzt soll der nächste große Sprung folgen: Ein internationales Investorenteam aus Arvato Financial Solutions und japanischer SBI Group steckt 26,3 Millionen Euro in das Unternehmen, wie die Solarisbank gestern mitteilte.

Der Fokus liegt jetzt auch mit dem neuen Geld und den neuen Investoren auf der Internationalisierung. „In den ersten zwölf Monaten haben wir die Grundlage für die erfolgreiche Finanzierungsrunde gelegt und sind nun bereit, in den nächsten Jahren nicht nur in Europa durchzustarten“, so Marko Wenthin, Vorstand und Mitgründer der Solarisbank. Aktuell ist das Fintech nach eigenen Angaben in sechs europäischen Ländern tätigt.

Durch den japanischen Partner SBI liegen große Hoffnung auf den asiatischen Märkten. Der Investor hat bereits in zahlreiche Fintechs in verschiedenen Ländern investiert. In Zukunft sollen auch Joint-Ventures entstehen, die das Banking-as-a-Platform-Modell exportiert. „Hierfür sehen wir in Asien eine große Nachfrage, die wir gemeinsam mit unserem Netzwerk heben wollen“, sagt Yoshitaka Kitao, CEO der SBI Group. Arvato Financial Solutions, ein Tochterunternehmen der Bertelsmann-Gruppe, will mit dem Investment seine Kompetenz im Bereich grenzüberschreitender digitaler Finanzdienstleistungen ausbauen.

Bislang konnte die Solarisbank über 20 Unternehmen aus dem Fintech- und Commercebereich von der eigenen Plattform überzeugen. Darunter sind nach Firmenangaben etwa AutoScout24 oder Fashioncheque. 85 Mitarbeiter arbeiten für die Solarisbank, die aus dem Berliner Fintech-Inkubator Finleap hervorgegangen ist.