Das Start-up Qabel erhält in seiner ersten Finanzierungsrunde eine Millionensumme. Damit will das Unternehmen seine verschlüsselte Softwareplattform fertigstellen.

Durch die NSA-Affäre ist das Thema Verschlüsselung auch beim Verbraucher angekommen. Das macht den Markt verstärkt auch für Start-ups interessant. Das Hannover Unternehmen Qabel arbeitet beispielsweise an einer Softwareplattform, die digitale Kommunikation verschlüsseln soll – beim Onlinebanking, beim Smart Home und natürlich auch bei E-Mails. Der Nutzer müsse sich nicht um jede Plattform einzeln kümmern, heißt es vom Unternehmen.

Nun hat Qabel eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Unternehmen hat vom Hannover Beteiligungsfonds (HBF) sowie zwei Business Angels eine siebenstellige Summe eingenommen. Die Investoren halten nach Angaben von „Gründerszene“ nun insgesamt 50 Prozent an dem Unternehmen: Auf die Business Angels entfällt je ein Anteil von 12,5 Prozent, auf den HBF 25 Prozent. Das Kapital will das Start-up dafür verwenden, seine Plattform fertigzustellen und zur Marktreife zu bringen, heißt es in einer Mitteilung.

Qabel kostet nur für Gewerbe

Der private Nutzer kann die Softwareplattform kostenlos nutzen. Erst bei gewerblichen Zwecken fallen nach Angaben von Qabel Gebühren an. Das Start-up wurde im Januar 2014 gegründet und ist eine Tochter des Dienstleisters Praemandatum.

Qabel ist nicht das einzige Unternehmen, das die Verschlüsselungstechnik für sich entdeckt hat. Auch Firmen wie Posteo konzentrieren sich auf das sichere Versenden von Daten, meistens aber ausschließlich auf den E-Mail-Verkehr.