Smartjobr will Freelancern zum Erfolg verhelfen – und selbst international wachsen. Investor Rulebreaker soll das ermöglichen.

Die Freelancer-Plattform Smartjobr hat sich die Unterstützung des Frühphaseninvestors Rulebreaker gesichert. Das Start-up aus Hannover will die Entwicklung seines Portals vorantreiben und weltweit Nutzer gewinnen. Über die Höhe des Investments oder der Beteiligung machte das Unternehmen auf Anfrage von WirtschaftsWoche Gründer keine Angaben.

Smartjobr will Freelancer per App mit möglichen Auftraggebern zusammenbringen. Wer nach einem Freiberufler sucht, stellt eine Beschreibung des Auftrags mittels Hashtags ein. Ähnlich wie beim Kurznachrichtendienst Twitter finden Interessierte über diese Schlagwörter zusammen – und können über das Portal auch die Buchung abschließen. Der Dienst ist vor allem für kreative und digitale Jobs gedacht. Bislang gibt es Smartjobr nur als App für das Smartphone, das neue Investment soll die Entwicklung einer Oberfläche für den Browser ermöglichen.

Das Angebot von Smartjobr ist bereits auf Deutsch und Englisch verfügbar. Bald sollen auch Versionen in anderen Sprachen folgen. „Insbesondere in Großbritannien, Osteuropa und Skandinavien schlummert für uns viel Potenzial”, sagt Gründer Nils Kreyenhagen zu WiWo Gründer. Ginge es nach ihm, würde das Start-up in Zukunft Nutzer auf der ganzen Welt ansprechen, zum Beispiel auch in den USA oder Indien.

Finanzierung aus der eigenen Tasche

Mit den beiden anderen Gründern, Pascal Wabnitz und Florian Mielke, hat er seit 2015 einen sechsstelligen Betrag aus dem eigenen Vermögen in das Start-up gesteckt. Neben den drei Gründern beschäftigt die Firma acht Mitarbeiter, hauptsächlich als Designer und Entwickler. Mit Rulebreaker steigt nun erstmals ein Investor ein. Die Beteiligungsgesellschaft sitzt ebenfalls in Hannover. „Auch deshalb kam der Kontakt schnell zustande”, sagt Kreyenhagen. „Außerdem erhalten wir mit Rulebreaker Zugang zu einem ausgezeichneten Netzwerk und erfahrenen Mentoren.” Darunter: Manager und Sanierer Utz Claassen und Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky.

Denn hinter Rulebreaker stehen mehrere Privatinvestoren. Findet die Gemeinschaft Interesse an einem Start-up, vermittelt sie Kontakte zu Geldgebern – speziell für die Pre-Seed- und Seed-Phase. Einen Branchenfokus gibt es nicht. Als Gegenleistung erwarten die Investoren laut ihrer Homepage einen „kleinen Gesellschafteranteil am Unternehmen“.

Rulebreaker betont besonders die strategische Seite des Investments in Smartjobr. „Wir sehen weltweit einen wachsenden Projektmarkt, getrieben von der Digitalisierung und den Veränderungen der Arbeitswelt”, wird Geschäftsführer Oliver Blume in einer Pressemitteilung zitiert. Die nächste Finanzierungsrunde für das Start-up aus Hannover ist bereits geplant. Laut Gründer Kreyenhagen soll sie in den kommenden sechs Monaten stattfinden.